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Das Logbuch:

Geschichten aus meinem Leben, Gedanken zu aktuellen Themen und sonstiger geistiger Unrat. Auch wenn mir vielleicht gar keiner zuhört, so darf ich hier wenigstens ausreden.

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Donnerstag, 09. Dezember 2010 04:09  
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Grad' kam's in den Nachrichten

Wikileaksfans haben die Homepages von Visa und Mastercard lahmgelegt... das entwickelt sich ja zum richtigen Krieg. Ich find's ja fast'n bißchen lustig.

Heidewitzka, ich muß in's Bett!
 
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So halt...

Dienstag, 07. Dezember 2010 22:59  
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Wenn die Leute immer so wollten, wie ich wollte, wäre mein Leben um einiges einfacher!

Spruch des Tages: "Ich nehm' einen Drink, einen Cocktail und was zu saufen bitte!"
 
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Von Sündenböcken und Seitenscheiteln

Montag, 06. Dezember 2010 23:44  
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Unfassbar!

Da schraubt ein Flugzeugmechaniker mit der Genehmigung seines Chefs ein fehlerhaftes (oder zumindest unpassendes) Bauteil an einen Flieger, ganz einfach weil sein Arbeitgeber kein passendes Teil zur Verfügung stellt und weil wie gesagt der Chef diese Maßnahme abzeichnet. Dieses Teil fällt ab und bleibt unglicklicherweise auf einer Startbahn liegen, auf der kurze Zeit später ein anderes Flugzeug startet, über besagtes Bauteil rollt, dieses ihm angeblich den Reifen aufschlitzt, die herumfliegenden Gummifetzten reissen den Tank auf, setzen die Tragfläche in Brand und das Flkugzeug stürzt ab, 113 Menschen sterben.

Besagtes verunglücktes Flugzeugmodell hatte vorher bereits über 60 Beinaheunfälle aufgrund empfindlicher Reifen, und ist offenbar ausgestattet mit einem Tank, der durch herumfliegende Gummifetzen aufgerissen werden kann. Selbst ohne die fehlerhaften Reifen ist letzteres in meinen Augen schon ein starkes Stück, doch gekrönt wird das ganze dadurch, daß man auf Seiten des Herstellers offenbar schon längere Zeit von den fehlerhaften Reifen wusste und diese Tatsache schlicht ignorierte.

Daß die Unglücksmaschine ist außerdem überladen war, fällt da kaum noch in's Gewicht.

Die kleinen hängt man...

Jetzt wurde das ganze gerichtlich aufgearbeitet, und wer kriegt die schuld? Wie so oft das kleinste Rädchen im Getriebe, der arme Tropf von Mechaniker, Geldstrafe und Haft auf Bewährung sind da noch das kleinste Übel, viel schlimmer dürfte wiegen, offiziel die alleinige Verantwortung für den Tod von über 100 Menschen auferlegt zu bekommen.

Angeblich gab es sogar 16 Zeugenaussagen, die besagen, daß der Reifen schon einige hundert Meter vorher kaputt war, das würde Continental ganz aus dem Spiel nehmen, und die ganze Schuldfrage ganz auf Air France und den Flugzeughersteller konzentrieren, aber da nicht sein kann, was nicht sein darf, wurden diese Zeugen einfach mal von der Richterin ignoriert.Soviel Arroganz ist dann schon bemerkenswert.

... die großen lässt man laufen.

Dagegen werden weder die Leute verurteilt, die wider besseren Wissens die empfindlichen Reifen weiter im Einsatz behielten, noch der Chef des Mechanikers, der den Einbau des unpassenden Bauteils abgesegnet hat, auch die Tatsache, daß die Unglücksmaschine überladen war, scheint keinerlei Rolle zu spielen.

Ich hoffe wirklich, daß dieses Urteil in den nächsten Instanzen revidiert wird.

Quellen:
Kommentar von Chr. Wöß (tagesschau.de)
Reaktionen auf Concorde-Urteil (tagesschau.de)

~~~


Ansonsten hab' ich noch folgendes gefunden:

Des Ministerpräsidenten Seitenscheitel (hr-online)

Geht meine GEZ jetzt dafür drauf, daß Reporter über die Frisuren unseres MP und seiner Gattin berichten? Weder interessiert mich die Matte des Herrn Bouffier noch das Vogelnest seiner Ische.
 
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Wo zur Hölle liegt Katar???

Donnerstag, 02. Dezember 2010 21:35  
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Nachdem ich gelesen habe, wie die FIFA-Entscheidung ausgegangen ist, musste ich erstmal in den Atlas schauen, um zu sehen, wo Katar liegt.

Russland sehe ich ja irgendwie noch ein, (England wär' mir freilich lieber gewesen) aber Katar? Wie kommt man denn darauf? Ein Sandkasten von der Größe Hessens, das einzige was sie (außer Sand) haben, ist wohl Öl und damit ordentlich Schotter.

Ob da jetzt wirklich geschmiert wurde, oder nicht, werden wir wohl nie erfahren, außer Wikileaks deckt mal wieder was auf. :)
 
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Zur Abwechslung mal was positives

Freitag, 19. November 2010 22:25  
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War vorhin das erste mal im Teegut in Raunheim einkaufen. Zur Abwechslung mal eine echt positive Erfahrung. Gute Auswahl, viel Bio, dazu freundliche Bedienung und vor allem eine sauentspannte Atmosphäre.

Zum Schluß gab's noch 'n nettes Lächeln an der Kasse, was will man mehr? :)

Ich glaub', da geh' ich jetzt öfter hin!
 
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"Pokal hat sisch immer eischene Gesetze..."

Freitag, 29. Oktober 2010 20:21  
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... wusste schon Herr Stepanovic.

Heute haben die Hessen echt mal gut abgeräumt. Frankfurt macht Hamburg platt und das mit 5:2 und Offenbach schafft die Sensation und kegelt den Bundesligazweiten Dortmund raus, wenn auch erst auf der Zielgeraden im Elfmeterschiessen. Und auch der erste (Mainz) patzt und lässt sich von Aachen abledern. Was für ein Spieltag! :)
 
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Ich schreib' mal wieder was...

Dienstag, 26. Oktober 2010 23:51  
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Die Frequenz mit der ich hier schreibe wird in letzter Zeit immer geringer. Was nicht daran liegt, daß nichts passieren würde, ich komm' einfach kaum noch dazu, bzw. fehlt mir ab und zu auch einfach die Lust, was zu schreiben.

Am Wochenende war wieder gut Programm, Freitags war ich beim Martin auf'm Konzert, Halbfinale für einen Bandcontest. Erst hatte ich ja gar keine Lust, aber ich hatte es Martin versprochen und meinen Vater wollte ich auch nicht alleine dorthin lassen. An der Krone angekommen bin ich dann erstmal zum Chinamann gegenüber, und hab' mir eine Portion Eierreis mit Huhn und eine Frühlingsrolle reingeschoben, hatte genug Zeit und war noch vor der ersten Band da. Die erste Band fand ich ganz gut, die zweiten, alle so um die 15 ok, Martins Band hat mich positiv überrascht, musikalisch am besten waren eigentlich die letzten, nur stilistisch war's Geschmackssache. Gewonnen haben letztlich Martin und die Kiddies, wie ich später erfahren habe. Glückwunsch. Hab' Uli mal wieder getroffen. Hat mich sehr gefreut, man verliert sich halt doch etwas aus den Augen.

Samstag dann THW-Übung, persönlich eine herbe Enttäuschung, mehr will ich dazu hier nicht sagen. Zum Schluß gab's aber doch noch was zu tun. Irgendwann schrie schrie einer "Feuer" und die Hölle brach los. In einer Garage eines nahen Hauses brannte die Zwischendecke und bevor die Feuerwehr kam, unternahm das THW schon mal den ersten Löschangriff. Ein Kamerad und ich durften unter Atemschutz auch mal rein, Deckenverkleidungen abmachen und Zeug rausräumen. Hab's sogar auf die Homepage der Nauheimer Feuerwehr geschafft: Bild

Den vollen Bericht über den Einsatz gibt's hier (Feuerwehr Nauheim).

Danke auch nochmal an die Kameraden, die super geholfen haben außerdem an die Kollegen der Feuerwehr für die tolle Zusammenarbeit.

Nachher gab's immerhin noch ein Abendessen vom DRK, das diesmal sogar ganz gut war.

Den Sonntag hab' ich größtenteils verbummelt, abends war ich noch kurz draussen, an der Bahn Richtung Raunheim entlang gelaufen und mal an der Mönchhofkapelle gewesen. Was man so am Bahndamm alles findet, Haufenweise S-Bahnscheiben, Dichtungen, Kabelreste, 'ne Gleisklammer mit Schraube und sogar ein Stück Schiene, der reinste Schrottplatz. Gegen sieben wurd's richtig dunkel und richtig kalt, der Sommer ist eindeutig vorbei.

Heute seit 4 oder 5 Wochen endlich wieder Probe mit den Egomanen, war echt mal wieder Zeit.

Am Donnerstag kommt Besuch aus Hamburg und die Bude ist immer noch nicht wirklich aufgeräumt. Langsam wird's eng.
 
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Ole Ole... :)

Sonntag, 17. Oktober 2010 23:07  
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Jupp, das war eindeutig besser. 3:0 auswärts und Tabellenplatz 8 ist echt mal 'ne Ansage, wäre schön, wenn's dabei bleibt.
 
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Die armen Mainzer...

Samstag, 16. Oktober 2010 20:07  
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... da kommen so ein paar Hamburger Fischköppe und verderben ihnen die Serie. Wie gemein... Hoffen wir mal, daß es die Eintracht morgen besser macht.

Hab' heute fünf Stunden gearbeitet... Serverumzug, hat nicht so geklappt, wie ich wollte.
 
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Schaumparty...

Mittwoch, 22. September 2010 21:50  
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Habe gerade meinen Duschvorhang in der Minna:



:)
 
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Komische Ideen

Mittwoch, 22. September 2010 21:10  
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Die Bundesregierung scheint momentan mit Gewalt noch alles an unangenehmen Entscheidungen durchzudrücken, bevor die zeitliche Entfernung zur nächsten Wahl klein genug wird, daß der Wähler sich daran errinert und die Regierenden abstraft. Da ist einerseits Röslers Gesundheits-"refom", die den Namen noch weniger verdient wie die seiner Vorgänger und einzig daraus besteht, bei den Kassenpatienten die Beiträge zu erhöhen, damit die Arzneimittelhersteller weiterhin mit ihren Phantasiepreisen ihre Gewinnmargen hoch halten können.

Desweiteren prüft(e) die Bundesregierung offenbar ernsthaft, potentielle Atommüllendlager zu privatisieren:

Planspiel: Atommüll-Endlager privatisieren (tagesschau.de)


Ok, klingt erstmal nicht so schlimm, denn diese Firma soll eine 100%ige Tocher des Bundes sein (zumindest anfangs). Trotzdem: Es ist ein Weg, sich aus der Verantwortzung zu stehlen. Soll heißen, wenn mal was schiefgeht hat man immer einen Schuldigen auf den man zeigen kann, in dem Fall das Management ebenjener Firma, denn die hat ja dann die letztendliche Verantwortung und nicht die Politik. Man schaltet eine neue Stelle dazwischen, die im Zweifelsfall als Sündenbock herhalten kann.

Und Privatisierungen von staatseigenen Betrieben und Einrichtungen sind seltenst gelungen: Energieversorgung, BW-Fuhrparkverwaltung, Post oder Bahn, eigentlich alles nicht wirklich ideal gelaufen. Nur: Wenn wegen Sparmaßnahmen Züge stehenbleiben oder Briefe verloren gehen ist dies zwar ärgerlich, was passiert aber, wenn es zu Schlampereien mit Atommüll kommt, neben chemischen Abfällen so ziemlich die schlimmste Hinterlassenschaft der menschlichen Zivilisation? Die Implikationen denkt man besser nicht zu Ende, will man sich nicht um den Schlaf bringen. Schon der Bund hat bei der Asse grandios versagt, wie hoch ist da die Zuverlässigkeit eines gewinnorientierten Unternehmens?

Aber zum Glück kam nur wenige Stunden später die Entwarnung:

Endlagerprivatisierung vom Tisch (tagesschau.de)

Angeblich noch im Laufe des Vormittags wurde die Idee wieder verworfen. Hier sollten wohl gleich wieder die Wogen geglättet werden, oder vielleicht ist da morgens einem im Umweltministerium auch was "rausgerutscht", was gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht war. Erfahren werden wir's wohl nie.

Der Atomausstieg ist dringend geboten. Wenn wir erstmal diesen Schritt getan und dann im zweiten Schritt auch die Kohlekrfatwerke obsolet gemacht haben, werden vielleicht einige andere endlich aufwachen und ebenfalls umdenken.

Apropos die anderen: Auch im Westen gibt's nichts neues, zumindest, wenn man sich anschaut, was man bei unseren lieben Nachbarn auch heute noch unter sicherer Entsorgung versteht:

Frankreichs Zwischenlösung für strahlenden Abfall (tagesschau.de)

Ein Teil des Mülls geht erstmal als "wiederverwertbar" umdeklariert nach Russland, wo es unter freier Sonne vor sich hinstrahlt. Stellt sich nebenbai noch eine andere Frage: Wie kommt der Müll dahin? Auf dem Landweg? (Am Ende durch Deutschland?) über's Meer? Da ist zu hoffen, daß so ein Kahn nicht mal absäuft. Oder vielleicht doch, idealerweise irgendwo, wo's richtig tief ist? Toll für die Atomindustrie: Müll entsorgt und man kriegt sogar noch Kohle von der Versicherung. Verstrahlung der Meere? Wen juckt's? Im Nordmeer dürfte eh schon massenweise russischer Strahlenschrott liegen, da machen so ein paar Fässer extra den Braten auch nicht mehr fett.

Bekanntlich stören sich die Franzosen nicht groß an atomarer Verseuchung der Meere, sei es bei Atomtests in Französisch Polynesien oder beim völlig legalen Einleiten kontaminierter Abwässer in die Nordsee.

Hauptsache weit weg. So liegt es auch nahe, daß das geplante französische Endlager genau wie viele der Kraftwerke auch möglichst an der Grenze platziert werden soll, damit im Störfall "alle was davon haben".
 
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Soja-Spaghetti, neuer Versuch

Sonntag, 19. September 2010 21:50  
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Heute habe ich mal wieder eine neue Soße ausprobiert, Rewe-Bio-Sojabolognese:



Was soll ich sagen? Die hier schmeckt ganz lecker, die merk' ich mir.
 
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Was für ein Scheißtag!

Mittwoch, 08. September 2010 22:15  
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Ich bin ja schon ein wenig blöd. Ich weiß es ja, aber trotzdem geh ich immer wieder hin, es ist eine Hassliebe: IKEA. Beinahe jedes mal, wenn ich da bin, ärgere ich mich.

Erstmal gab es die Farbe, die ich mir im Internet ausgesucht hatte, schon nicht mehr, angeblich sei die schon vor Monaten ausgelaufen. Daran daß IKEA gerne mal ohne Vorwarnung komplette Serien oder Farben aus dem Sortiment nimmt hab' ich mich inzwischen gewöhnt, warum sie aber dann immer noch im Internet angeboten werden, bleibt wohl das Geheimnis dieser Firma.

Dann hätte ich gerne ein 1,80 m-Bett gehabt, das allerdings nicht in mein derzeitiges Schlafzimmer passt. Um in ein paar Jahren nicht gleich alles neu kaufen zu müssen, hatte ich mir daher folgendes ausgedacht:

1,40-Bett kaufen und die 1,80-Kopf- und Fußteile als Ersatzteile dazu, damit man später umbauen kann. Geht natürlich nicht, da es bei IKEA wie ich heute erfahren habe, per se keine Ersatzteile gibt, wenn man mal von Schräubchen und Griffen absieht.

Einzige Chance wären sogenannte Rückkäufe, aus denen man dann Ersatzteile gewinnt, aber ich habe keine Lust, alle paar Tage bei IKEA vorbeizuschauen, ob nicht gerade genau das gesuchte Teil da ist. Irgendwie alles ziemlich frustrierend, und es ärgert mich, daß es mich ärgert, denn den anderen ist das meist scheißegal.

Was macht man denn, wenn man wirklich mal was bracht? Beim Umzug geht immer mal was kaputt, im Extremfall reicht hier ein einziges gebrochenes Brett und das ganze Bett ist ein Fall für den Sperrmüll. Das hat gar nichts von Ökologie (da hilft dann auch palettenweise chinesischer Energiesparschrott nicht mehr) oder Nachhaltigkeit, sondern eher was von Wegwerfgesellschaft. IKEA-Kunden sind also gut beraten, gut auf ihre Möbel aufzupassen.

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu altmodisch für diese Welt...

Der ganze Tag war schon scheisse, auf Arbeit ärgern mich unsere Prozesse grade wieder, man ist den ganzen Tag nur noch damit beschäftigt, sich an irgendwelche Prozesse, SLAs und Vereinbarungen zu halten, jeden Furz zu dokumentieren und kommt kaum noch zu seiner eigentlichen Arbeit.

Abends wurde ich dann mal wieder versetzt, was dann auch der Grund für den Fehler war, IKEA zu besuchen.

Ich besauf' mich jetzt, damit der Tag wenigstens halbwegs gut endet!
 
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Kleine Ärgernisse

Donnerstag, 02. September 2010 21:14  
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Zur Zeit rollt gerade mal wieder die Werbewelle, scheint's geht's allmählich auf Weihnachten zu.

Vor ein paar Tagen hatte ich adressierte Werbung eines Brillengeschäftes (aus Kriftel?) im Briefkasten, in dem ich noch nie gewesen bin.

Gestern hatte ich dann den IKEA-Katalog - auch an mich adressiert und nicht wie früher als unadressierter Werbeeinwurf. Hier war man aber zumindest so freundlich, im Begleitschreiben auf die Quelle meiner Daten hinzuweisen, eine gewisse "Deutsche Post Direkt GmbH", wer sich ein wenig schlau macht im Internet kann sehen, daß der Hauptgeschäftszweck dieser Firma im Datenhandel besteht, das heißt, diese Aasgeier leben davon, meine Daten meistbietend zu verhökern.

Jetzt muß ich wieder aktiv werden und dem ganzen Zirkus widersprechen. Schon ganz schön frech!
 
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Ein ganzes Auto und zwei neue Hämmer

Dienstag, 10. August 2010 22:34  
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Habe heute Horst aus der Werkstatt abgeholt, die neuen Stoßdämpfer sind drin, ebenso die neuen Spurstangenköpfe und Spur und Sturz stimmen jetzt wieder. Und der sogenannte Blowby-Schlauch, den die Kerle aus'm Schwabenland damals beim Kopfwechsel schlicht vergessen hatten ist jetzt auch wieder dran.

Etwas ärgerlich ist, daß ich hinten neue Bremssättel brauche, da gestern bei dem Versuch, die rechte, hintere Entlüftungsschraube zu öffnen der Kopf abgeschert ist, anscheinend hat die mal einer so richtig zugeballert, die Liste an Pfuschereien an der Karre wird immer größer. Neue Flüssigkeit ist oben drin, hat er mir aber nicht berechnet, in den hinteren Kolben ist die alte eben noch nicht raus.

Angeblich ist die Bremse noch dicht, wohl fühle ich mich nicht bei dem Gedanken, deswegen werde ich das wohl irgendwann demnächst machen lassen, selbst machen geht in dem Fall nicht, weil ich nicht selbst entlüften kann. Das ist eine gute Gelegenheit, hinten glaich auf die Lukas-Sättel umzurüsten, Problem bei der Sache ist, daß die Aktion leider trotzdem nochmal 400-500 € kosten wird.

Den Umrüstsatz für die Niveauregulierung gibt es nicht mehr zu bestellen, die Teile müsste man sich einzeln beim Opel holen, was exorbitant teuer sein dürfte. Angeblich gab es außerdem mal selbstregulierende Dämpfer von Monroe für die Kiste, die haben sich in begrenztem Umfang selbst reguliert und sind bei schwerer Beladung ein Stück ausgefahren. Klingt auch ganz gut, würde obendrein keine Bohrarbeiten an der Karosserie verursachern, aber auch die sind nicht mehr lieferbar. (Mist!) Werde mich mal im Netz auf die Suche machen, ob ich nicht noch einen Restposten finde.

Bisher hab' ich ein ganz gutes Gefühl bei der Werkstatt, im Gegensatz zum Tom sind die halt auch auf Opel spezialisiert, außerdem machen die generell einen kompetenteren Eindruck als der Junge, der damals an meinem Motor rumgewerkelt hat. Wenn das jetzt alles hält, was die zusammengeschwartet haben, werd' ich da künftig wohl immer hingehen, vor allem angesichts der wirklich schweinemäßig günstigen Preise.

Ach ja, gestern durfte ich so ganz nebenbei gleich zwei neue Hämmer schlucken, schon krass, wie sehr sich alles ändern kann, wenn man mal zwei Wochen weg ist. So ganz sicher, wie ich damit umgehen soll, bin ich auch nicht.

Auf Arbeit hat mich der alte Trott wieder fest im Griff. Nach vier Wochen Abstinenz stürmen alle auf einen ein und haben 1000 wichtige Sachen, die erledigt werden müssen. Wie schön war doch der Urlaub...
 
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Ziel erreicht!

Montag, 02. August 2010 01:42  
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Ja, tatsächlich, ich habe es geschafft und bin in Hamburg angekommen. Tatsächlich bin ich fast schon wieder weg, soll heißen, morgen, vielmehr nachher geht's weiter. Ich sitze hier noch an Petras Rechner und versuche den Rückweg zu planen und in mein GPS einzuspielen. Vorerst aber noch schnell die letzten drei Etappenberichte abgetippt:


Etappe 04: Bad Driburg - Hannover, 06.08.2010

Es war die erste Etappe ohne Wegbeschreibung, nur mit einer Liste der zu durchfahrendsren Städte und ansonsten nur als Route im GPS gespeichert. Das hat erstaunlicherweise super funktioniert, die wenigen Verfahrer wurden meist sofort bemerkt und korrigiert, was viel Zeit eingespart hat, die ich leider nachher im Regen wieder verlieren sollte.

Die Beine waren nicht ganz so schwer wie auf der vorherigen Etappe, trotzdem lasse ich es ruhig angehen und rolle gemächlich dahin. Der Trend der letzten beiden Tage setzt sich fort, Berge ja, aber sie werden flacher. Einzig der letzte Buckel hatte es wirklich in sich, das war kurz hinter einem Ort namens Springe, wo es nochmal einige Kilometer über groben Schotter steil bergauf durch den Wald geht.

Ebenso steil geht es auf der anderen Seite wieder runter und meine Bremsen müssen nochmal so richtig arbeiten. Das war dann aber auch der letzte ernstzunehmende Berg und es geht über Felder hinaus auf's platte Land. Die Radwegsbeschilderung in Niedersachsen ist übrigens genauso lückenhaft wie in NRW, dafür wird man per Schild auf schlechte Wege hingewiesen (wie nett), größtes Ärgernis war wieder mmal der Regen, der mich mehrmals unter Brücken, in Bushäuschen oder Tankstellen und im Zweifelsfall sogar unter Privathausdächer trieb. (wo ich das Gespann auch prompt umwarf), so büßte ich viel Zeit ein und 3-4 Stunden der 5 Stunden Pausenzeit gingen wohl so drauf. Mein Rad fing kurz vor Hannover an zu quietschen und ich dachte zunächst an das Tretlager (zum Glück ein Irrtum.

In der riesigen Jugendherberge Hannover war der Teufel los, komplett belegt, überwiegend Jugendliche, dem Anschein nach aus ganz Europa, eine Megazucht in der Bude, welch eine Kontrast zur Ruhe in Bad Driburg, wo ich einer von fünf Gästen war. An kam ich um 21:15, nach Einchecken, Rad abstellen (sehr guter, trockener und warmer Fahrradkeller), Sortieren und Duschen war es viertel nach elf und kein restaurant in der Nähe hatte mehr auf. Also kam die Lupine das erste Mal zum Einsatz und ich machte mich solo auf den weg in die Innenstadt, um was zu essen zu besorgen und erlebe Hannover bei Nacht, was nicht allzuprickelnd ist, irgendwie ist ein Haufen Idioten unterwegs, aus dem Auto heraus brüllt mich einer unartikuliert an.

Im Vollblastmodus ist die Lupine übrigens eine Wucht, im Sparmodus schon eher ein Positionslicht aber immer noch heller als der Großteil der "zugelassenen" Radlampen.

Eigentlich wollte ich zu Subways, aber die hatten schon zu. Auf der Suche nach dem nächsten Fast Food- Tempel fand ich dann eine Dönerbude und schlug kurzentschlossen zu. ("Hammel- oder Hähnchenfleisch?") Gegessen wurde "daheim", also in der Jugendherberge, während ich das Tourtagebuch schrieb und nochmal den Tag auswertete. 110 km standen heute auf der Uhr bei einem Fahrtmittel von 14,1, was ganz ok ist.

Mein Zimmer teilte ich mit einem jungen Burschen namens Manuel aus München, der spontan Urlaub in Deutschland macht. Ich schätze ihn auf 18 bis 20, er ist ein ruhiger und netter Vertreter und schnarcht auch nicht, sehr gut!


Etappe 05: Hannover - Bispingen, 06.08.2010

Die Hannoveraner Massenabfertigung setzt sich auch beim Frühstück fort, ein riesiges Buffet, alleine das Teebeutelsortiment ist so groß wie bei anderen das ganze Buffet. Ich hab' nicht allzuviel Hunger, aber ich mache mir zwei Brote extra und lasse sie unauffällig in meiner Tasche verschwinden.

Beim morgendlichen Service treffe ich auf weitere Radler, Moritz z.B. ist unterwegs von Hamburg nach Barcelona. (Soviel zum Thema, ich wäre bekloppt!) Er hat sein Gepäck komplett am Rennrad verstaut, und fährt ebenfalls Etappen von rund 80 - 100 km. Wir haben mal Adressen ausgetauscht und er hat mir ein paar Radläden in Hamburg genannt, zu dem Zeitpunkt vermutete ich noch ein kaputtes Tretlager, aber es waren wohl doch nur die trocken laufenden Schaltungsröllchen, diue quietschten, nach ordentlich Öl war das Geräusch nämlich weg. Moritz ist noch bis zum 20.08. unterwegs, bzw. muß er bis dahin angekommen sein, will er seinen Rückflug erwischen. Da wünsche ich an dieser Stelle viel Glück.

Die heutige Tour verlief weitgehend problemlos, zum ersten mal verlief das fahren nach Wegbeschreibung fast perfekt, ein paar kleine verfahrer gab's zwar immer noch, aber die wurden ganz schnell korrigiert. Schnell und sicher ging es durch Hannover auch wenn ich einmal fast in einen Pulk von fünf Radler fuhr, die mir auf der linken Seite entgegen kamen. Als ich in der Nähe eines Zebrastreifens einen kurzen Orientierungshalt machte, wurde ich von mehreren Autos angehupt, die offenbar darauf warteten, daß ich die Strassenseite wechselte, ob wohl ich wirklich keine Anstalten dazu machte. Offenbar ist bloßes rumstehen innerhalb von 10 m um einen Zebrastreifen in Hannover verboten. relativ aprupt ging es dann aus Hannover arsue und über die A44. Nördlich davon folgte erstmal kilometerweise plattes Land, Keine Erhebung, soweit das Auge reicht, Heide unterbrochen von Feldern und ab und zu einem Wäldchen.

Erste Irritation gab es als ich an eine Schranke kam, die auf militärisches Übungsgelände hinwies, durch die meine Route gehen sollte. Kurz darauf kam ein Mann mit einem Bagger, der die Schranke öffnete und mir versicherte, daß man da durch dürfe, also weiter und wie ich kurze Zeit später sah, war ich auch nicht der einzige. Weiter ging's über Heide, Felder, Wälder und Käffer, dabei alle Arten von Wegen, von Matsch über Schotter bis Asphalt, aber nichts unfahrbares dabei, am unangenehmsten waren noch die Kopfsteinpflasterpassagen, die aufgrund der prallen Räder holprig waren. Auch das Wetter war heute auf meiner Seite, keinerlei regen, allenfalls der Wind war ein wenig lästig, meist von der seite, ab und zu von vorne, selten auch mal von hinten. In einem 5-Häuser-Dorf wurde ich von vier Hunden gejagt, die von einem privaten Grundstück einfach laut bellend auf die Strasse und hinter mir her rannten. Verdammte Drecksköter! Das ist so ein Grund, warum ich Hunde hasse! Angesichts dieser Meute gab' ich erstmal Fersengeld, gerne hätte ich ein paar Worte mit dem Besitzer gewechselt.

Irgendwann kam ich an den nächsten Truppenübungsplatz, offenbar ursprünglich von den ehemaligen englischen Besatzern, inzwischen Nato, hier ging es auf einer breiten Landstrasse, allersings ohne Seitenstreifen durch auf der auch ein Haufen Engländer unterwegs waren, die man auch ohne Ansicht des Nummernschilds am Fahrstil erkannte, die fuhren nämlich wie die Henker. Grundsätzlich viel zu schnell und so dicht an einem vorbei, hätte ich den Arm ausgestreckt, hätte ich den Außenspiegel abbekommen.

Im letzten Drittel der Etappe wurde es doch noch mal ein wenig hügelig, allerdings lachhaft verglichen mit dem, was ich hinter mir hatte. Bis zum Zielort ging es dann größtenteils entlang gut ausgebauter Landstrassen mit und ohne extra Radweg entlang, ab und zu muß ich auch mal über einen Feld- oder Waldweg. Dabei treffe ich bis kurz vor Bispingen immer iweder auf Artillerie- und Panzerübungsplätze und militärisches Sperrgebiet, die ganze Heide scheint ein einziger Truppenübungsplatz zu sein.

Die DJH Bispingen liegt noch vor dem Ort an der Strasse im Wald. Kurz vor der Ankunft kommt mir was großes braunes gemütlich entgegengetrottet. Was ich erst für einen Minibraunbär halte, entpuppt sich als besonders haariger Hund, der offenbar alleine unterwegs ist. Er schaut etwas verblüfft, macht dann aber Platz und trottet unbeirrt weiter.

Habe das versprochene Einzelzimmer bekommen, werde allerdings im Keller einquartiert, hat ein bißchen was von Führerbunker mit unverputzter Betondecke und Wänden, die grade mal weiß gestrichen wurden, außerdem ist es relativ kühl, aber eigenes Klo und Bodendusche. Für die Kackspuren im Klo und den vollen Mülleimer bietet man mir ein kostenloses Abendessen an, daß ich in ein Lunchpaket umwandeln lasse, auf dem Bett liegt außerdem ein Nivea-Probierset, das sollte für den Rest der Tour reichen. Nach einer Dusche bin ich in den Ort runter, erst zum Penny, Batterie- und Riegelvorrat auffrischen und dann zum Abendessen. Bei "De Ole Döns", der mir von der Herbergsmutti empfohlen wurde, kriege ich einen phänomenalen Rotbarsch mit Erbsen und Karotten und Bratkartoffeln, das beste Abendessen bisher. Das Hauspils "Wittinger" ist ein wenig dünn, aber ok, jedenfalls besser als die Alternative (Warsteiner). Aufs Essen musste man leider relativ lange warten, es war ziemlich voll und die Bedienung erschien mir reichlich bocklos. Zum Nachtisch gönnte ich mir noch Pfannkuchen mit Vanilleeis, anschließend ging es durch kalte ssternklare Nach zurück in die Herberge und todmüde in's Bett.


Etappe 06: Bispingen - Hamburg, 06.08.2010

An diesem Morgen kam ich nur sehr schwer aus dem Bett, was auch an der Kälte im Zimmer lag. Also erst noch mal heiß geduscht, bevor es zum Frühstück ging, das jugendherbergstypisch ausfiel. Zum versprochenen Lunchpaket gab's ein Wasser im Tetra-Pak, das perfekt in den Flaschenhalter passte. Der Braunbär von letztem Abend war übrigens der Hund der Herbergseltern, ein gemütlicher Zeitgenosse, der laut Aussage der Mutti gerne selbst seine Runde dreht so wie auch letzten Abend.

Genau um zehn Uhr bin ich gestartet, ein wenig verwundert wie schwer die Beine waren, da ist der Vortag wohl doch kräftezehrender als gedacht gewesen. Entsprechend piano ging es los und ich fuhr gleichmäßig wenn auch nicht eben schnell. Wieder funktioniert das Fahren nach Wegbeschreibung gut, meistens geht es über Radwege an Landstrassen, ab und zu ist auch ein Stück Sandweg durch die Pampas dabei. Am Ende von Nindorf traf ich auf ein Ehepaar mit Liegerädern, worauf sich ein interessantes Gespräch entwickelte, das mich eine halbe Stunde gekostet hat, die ich gerne investierte, denn die Liegeräder sind schick und am Yak ist man auch sehr interessiert. Als die beiden mich schließklich noch zum Kaffee einladen wollen, hab' ich aber doch abgelehnt, so gerne ich mitgekommen wäre, aber das hätte wohl doch zu lange gedauert. Als wir uns verabschiedet haben, frage ich mich, ob wir Adressen hätten austauschen sollen.

Die Gegend ist nach wie vor etwas hügelig, bisweilen kommt sogar Mittelgebirgsfeeling auf, daß nur durch die nordische Archtektur unterbunden wird. Kurz vor Harmstorf kommt ein Porsche von hinten angeblasen, überholt drei Autos und schafft es grade so zurück auf seine Spur, bevor er in einen Pulk Motoradfahrer krachen würde. Anschließend kachelt er mit bestimmt 120 Sachen in den Ort hinein. Es gibt schon echte Vollidioten.

Weiter ging es über die Käffer recht direkt nach Norden. An der Grenze zwischen Niedersachsen und Hamburg kam ich dann auf einen Wurzel, der XL bestimmt Spaß gemacht hätte, mit dem Bob aber echte Arbeit ist, über einen Baumstamm und zwei Riesensteine muß ich das Gespann schieben. Auf diesem Weg ließ ich ein Pärchen hinter mir, die sich ein wenig anstellten, in Harburg am Bahnhof sollte ich sie dann wieder treffen. Weiter ging es über die südlichen Vororte, schließlich Harburg und dann über die Süderelbe nach Wilhelmsburg, die Wegbeschreibung ist immer noch akkurat, auch wenn ich die falsche Brücke erwische.

Allmählich kommt mehr Industrie und Hafengelände. Ein Fußgängerbahnübergang ist so eng verschachtelt, daß ich ihn nebenan über die Gleise umgehen muß, was gerade so hinhaut. Auf dem Weg zum Elbtunnel traf ich auf immer mehr Radfahrer und Touristen. Am Elbtunnel angekommen, der Samstags für Autofahrer gesperrt ist, ging es erstmal mit einem Aufzug in die Tiefe. Mit in der Kabine ist einer, der mich fragt, der mich fragt, ob ich noch an's Nordkap will. Ich erkläre das Ziel meiner Reise und erfahre, daß ich mir mit den Cruise Days offenbar den richtigen Zeitpunkt für einen Besuch ausgesucht habe. Der Elbtunnel selbst ist gar nicht so lange, und ich kam relativ schnell am anderen Portal an. In der Tat war der Aufzug hier voll, mit mir noch vier Räder und fünf bis sieben Leute extra. Der Platz an den Landungsbrücken war ebenfalls voller Menschen, was ich aber rasch hinter mir lassen konnte. Als viel größeres Problem stellte sich die andere derzeitige Hamburger Großveranstaltung heraus, der Dom, wegen dem ich die Glacischausse umfahren musste, ein weiteres Problem sind die Glasscherbenteppiche, die um den Festplatz herum die Wege bedecken. Mein Navigon lotste mich durch einen Park voller Wasserspiele und wollte mich über diverse Treppenausgänge aus ihm herausschicken. Irgendwann fand ich einen Ausgang und kam weiter. Unterwegs kam ich noch an einem Biokostverkaufswagen vorbei, bei dem ich noch ein Wasser bekomme, bevor ich bei Petra einlaufe.
 
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Halbzeit

Donnerstag, 29. Juli 2010 09:59  
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Halbzeit, höchste Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Sitze hier in der DJH Bad Driburg und da ich an mein Editiermenü nicht über das öffentliche Herbergsinternet rankomme, hat mir der Herbergsvater freundlicherweise zum Hochladen kurz mal seinen Laptop überlasen - danke dafür!


Etappe 01: Kelsterbach - Marburg, 26.07.2010

Die Tour fing äußerst "nass" an, aufgrund des saumäßigen Verhältnisse hab' ich vom ersten Tag leider so gut wie keine Photos.

Erstmal bin ich schon viel zu spät losgefahren, bis ich endlich fertig war, war es halb zwei. Bis Steinbach kam ich normal voran, dann fing es an zu schütten. Aufgrund des Zeitdrucks entschied ich mich, trotzdem weiter zu fahren, eine Regenjacke hatte ich dabei, die zugehörige Hose aber leider aus Gewichtsgründen zuhause gelassen. In Bad Homburg hab' ich mich dann das erste mal verfahren, da es die Strasse, die ich suchte anscheinend nicht mehr gab, obwohl ich laut Navi direkt darauf stand. Das Navi lotste mich dann aber doch Richtung Kaiser-Friedrich-Promenade, wo ich meinen Weg wieder fand. Inzwischen war meine 3/4 Überhose so durchnässt, daß ich sie auszog und nur mit der Innenhose weiterfuhr. Sah garantiert äußerst schwul aus, aber das war mir in dem Moment egal, Hauptsache nicht mehr den nassen Lappen an den Beinen, und die Regenjacke hing ja auch noch drüber. Erstes Opfer der Fahrt wurde die Gepäckspinne, die sich irgendwann im Wald an der A5 löste und sich in die Hängerradnabe wickelte. (Zum Glück nicht in die Speichen, sonst wäre der Trip wohl hier schon zu Ende gewesen.) Als ich an der Raststätte Wetterau vorbei war, hörte es endlich mal auf zu regnen und ich machte die erste kurze Pause. Da sah das Gespann schon aus wie Sau, das kurze Stück durch den Wald hatte bereits seine Spuren hinterlassen.

Anschließend hab' ich mich von Ort zu Ort gehangelt, meine mühsam zusammengestellte Wegbeschreibung dabei nur teilweise zu Rate gezogen und oft das Autonavi bemüht. Aber auch das war nicht immer hilfreich und wollte mich einmal sogar auf die Autobahn lotsen, was ich nur durch einen Ausflug hinter die Leitplanke in die Botanik noch verhindern konnte, was noch mehr Sauerei Am Gespann machte. Irgendwie hab' ich es dann doch bis nach Giessen geschafft, von dort aus war dann der Radweg bis nach Marburg wunderbar ausgeschildert und ich kam Am Ende trotz erneuten Regens noch ganz gut voran und erreichte die Herberge noch rechtzeitig um 21:45.

Sehr ungehalten war ich, daß man trotz Bestätigungsmail meine Einzelzimmerbuchung verschlampt hatte. Half aber alles nichts und so kam ich in ein Mehrbettzimmer mit allerdings sehr netten Mitbewohnern. Drei Polen, Anja, Ada und Sebastian, die ihrerseits eine Autobahntour durch Deutschland machten und schon 1000 km hinter sich hatten, jetzt waren sie bereits auf dem Weg zurück nach Hause.

Deutliche Spuren hatte die Nässe hinterlassen, die Schuhe waren total durch und sind bis heute nicht trocken, selbst das eigentlich eingepackte Handy hatte vom Kondenswasser Tropfen im Display, die Tasten funktionierten nur noch teilweise und ich schaltete es vorsichtshalber erstmal aus. Fahrad, Hänger und Tasche waren sowieso total vermatscht, die Tasche hab' ich in der Dusche erstmal notdürftig abgewischt, bevor ich sie in's Zimmer gestellt hab'.

Unten bekam ich noch eine Pizza und ein Bier und war fast schon wieder versöhnt.

Die Nacht war ganz angenehm bis auf die Spinne, die ich irgendwann am Bein entlang krabbeln fühlte. Hab' sie noch flüchten sehen, und leider nicht mehr erwischt. Sebastian, der übrigens dezent schnarcht, fand sie dann am nächsten Morgen.


Etappe 02: Marburg - Edersee, 27.07.2010

Am nächsten Morgen war der Sattel immer noch nicht wirklich trocken. Auch die Schuhe waren wie gesagt noch nass und so fuhr ich mit den "guten" Schuhen, die eigentlich für's abends weggehen gedacht waren. Nachdem mir am Vortag untenrum öfter mal alles eingeschlafen war, versuchte ich heute mal ohne "Windel" zu fahren.

Das Frühstück war ok und so startete ich nach einem kleinen technischen Service um etwa halb elf Richtung Edersee, zunächst noch bei gutem Wetter. das hielt sich nicht lange und so kam ich bereits kurz nach Marburg in den ersten Guss, den ich unter einer Brücke abwartete. Ich kam anschließend trocken bis zum nächsten Ort, wo es wieder anfing, hier rettete mich eine Bushaltestelle. den Rest des Weges kam ich relativ ungestört voran abgesehen von einigen kleineren Nieselabschnitten. Aber auch so war die Etappe eine Nervenprobe. Es ging durch die hessischen Berge eigentlich pausenlos rauf und runter, Höhenmeter, die ich mir gerade mühsam erarbeitet hatte, wurden sofort wieder vernichtet, das ganze zu einem guten Teil auf Waldwegen, die ich fast weigere, sie als solche zu bezeichnen, Matsch oder loser grobkörniger Schotter, bergauf saugt es dir die Kraft aus den Beinen, bergab hat man nichts vom Gefälle, weil viel mehr als Schrittgeschwindigkeit kaum zu beherrschen ist. Hier kamen leider die auf der Strasse so wunderbar laufenden Hurricanes an ihre Grenzen, die Seitenführung vorne ist nicht so gut und so rutscht einem in schneller angegangenen Kurven auf schlechtem Untergrund gerne mal das Vorderrad weg.

Für die allgegenwertigen Pferdebremsen und Stechmücken ist man als solcher Schleicher natürlich eine leichte Beute, dementsprechend hab' ich heute reichlich Blut gespendet, Rücken und Unterschenkel sind rot gesprenkelt.

Zu allem Überfluß hab' ich mich dreimal total in der Pampas verfranst, einmal mitten in dichtestem Wald, wo ich mindestens anderthalb Stunden auf der Suche nach dem richtigen Weg vergeudete. Da half auch das GPS nicht viel, außer mir anzuzeigen, daß ich mich immer weiter vom nächsten Wegpunkt entfernte, jedesmal, wenn ein Weg in die richtige Richtung wies, wich er irgendwann davon ab. Frustriert mache ich Pause und bin froh über die vortags verschmähten Toastbrote, die ich mir zuhause noch geschmiert hatte.

Irgendwann kam ich dann doch aus diesem Wald raus und mit etwas Hilfe des Navigon fand ich dann auch über Berge, Käffer, Felder und Wälder bis zum Edersee, da machte das Navi allerdings schlapp und ich musste den Rest des auch nicht mehr in der Beschreibung stehenden Weges nach Beschilderung fahren. Ein kurzer Kontrollanruf bei der nächsten Station bestätigte mir, daß ich nach Vöhl bergauf (und nicht nach Asel bergab) musste. (Mist!) Schließlich war es halb acht, bis ich da war und aus 65 geplanten waren 80 gefahrene km gekommen. Da bin ich ganz schön weit vom Weg abgekommen.

Die Privatpension in der ich übernachtete, erwies sich als verhältnismäßig luxuriös. Großes Bett, eigenes Bad und sogar Fernseher auf dem Zimmer. Nachdem ich mir den sehr pessimistischen Wetterbericht für den nächsten Tag reingezogen hatte ging's unter die Dusche, wo ich den verlust meines Duschgels bemerkte. In Marburg hat sich sicher jemand drüber gefreut, das war noch fast ganz voll. Der Flüssigseifenspender auf dem Waschbecken half für heute mal aus. Im gegenüberliegenden Gasthof bekam ich dann einen sehr guten Zander mit leider schwarzen Bratkartoffeln und Salat, dazu anderthalb Bier, die richtig reinhauten und zum Schluß zwei koffeinfreien Kaffee. (Man braucht schließlich seinen Schlaf.) Todmüde fiel ich nachher in's Bett.

Etappe 03: Edersee - Bad Driburg, 28.07.2010

Nach einer erholsamen Nacht und einem üppigen Frühstück bezahlte ich (war wirklich günstig) und es ging weiter. Diesmal ließ ich meine Wasserflasche stehen, andere Leute nehmen aus dem Urlaub Souvenirs mit, ich Dussel lasse den Leuten welche da.

An diesem Tag waren die Beine richtig schwer. Nach den Desastern des Vortages hab' ich diesmal ungewisse Waldwege gemieden und bin im Zweifelsfall lieber Bundes- oder Landstrasse gefahren. Wenn die 40-Tonner an einem vorbeirauschen, versucht man lieber nicht an die Gefahren zu denken, sondern erfreut sich am Rückenwindschub, den sie einem bringen. Vor mir lief eine Maus über die Strasse, in dem Moment überholt ein Auto und erwischt das Vieh so, daß es im hohen Bogen durch die Luft fliegt.

Alles in allem kam ich ein bißchen besser voran als am Vortag, was sowohl an den besseren Wegen als auch an den nicht mehr ganz so schlimmen Steigungen liegt, auch wenn es nach wie vor fast pausenlos rauf und runter ging. Ich war trotzdem so kaputt, daß ich bergab meist nur rollen ließ, was den schnitt drückte, aberdie Kraft für die Anstiege sparte, die in der Regel auf dem kleinsten Blatt bewältigt wurden. Die Verfahrer hielten sich in Grenzen, und die Wegbeschreibung war doch einigermaßen brauchbar, hinter Bad Arolsen konnte ich dann auch noch die Beschilderung in Anspruch nehmen, die sich größtenteils mit der Beschreibung deckte. Den Bundeslandswechsel erkannte ich dann recht auffällig an der Farbe der Radwegschilder (Hessen: grün, NRW: rot) In NRW ist die Beschilderung allerdings nicht ganz so gut wie in Hessen, bisweilen fehlen auch mal Schilder an Abzweigungen oder sind durch Gestrüpp geschickt versteckt, hier gibt's sicher noch Optimierungspotential. Trotzdem konnte ich den Schildern über Willebadessen bis nach Bad driburg folgen. Vom regen blieb ich bis auf zweimal Niesel in Willebadessen verschont. Beide Male mußte ein privater Carport als Unterstand herhalten. Danach wurde das Wetter besser, zeoitweise herrschte schönster Sonnenschein und ich kam relativ früh um kurz nach sechs in der DJH an, wo ich einer von fünf Gästen war. Diesmal klappte es mit dem Einzelzimmer, obendrauf gab's ein paar Probierpackungen Duschgel, was die Hygiene erstmal sicherstellte. Mein leeres Navigon nahm der Chef netterweise zum Laden mit nach Hause. Zum Abendessen bin ich runter in den Ort (Kurort, lauter Kaputte), eigentlich wollte ich Spagghetti, die waren aus und so begnügte ich mich mit einem Schnitzel, ein kurzer Anruf nach hause und ein kurzer Schnack mit ein paar anderen (Kur-)gästen ("Dabbisch, das klingt so hessisch"), dann hatte ich auch mein Essen.

Der Wetterbericht für heute ist mal nicht allzu schlecht, nach Angabe des Herbergsvaters steht mir noch eine Bergetappe bevor und ich habe so meine Zweifel, ob meine Beine das mitmachen. Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden, ich melde mich wieder.
 
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Los geht's...

Montag, 26. Juli 2010 10:15  
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Gleich geht's los. Schauen wir mal, ob ich's schaffe! Werde mich hier melden, sobald ich wieder ein Internet zur Verfügung habe.
 
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Ganz schnell, weil wenig Zeit...

Sonntag, 25. Juli 2010 17:42  
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Hier schnell noch ein paar Bilder von gestern abend:





















Ansonsten bin ich schwer am Packen für die große Tour.
 
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Der neue Bob Yak

Donnerstag, 22. Juli 2010 20:54  
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Mein Bob ist da:





Das behelfsmäßige Rücklicht hab' ich heute schnell dran gebaut. Sicher nicht das Ultimo, aber erstmal besser als nichts

Abgeholt hab' ihn schon gestern, läuft ganz wunderbar, auch wenn das Gespann manchmal zum Schütteln neigt, wenn man versucht, freihändig zu fahren. Ist denke ich aber auch vom Beladungszustand abhängig, weil man es auch nicht immer wirklich provozieren konnte. Na, egal, einfach nicht freihändig fahren.

War dann noch beim XL, wo das Gespann in den ersten Regen kam, abends waren wir alle bei Mirco aus dem Geburtstag rausfeiern.

Ansonsten ist mir dann noch meine Trelock LS 500 kaputtgegangen. Runter gefallen und Betteriekontakt abgebrochen. Toll. Also auch noch 'ne neue Lampe kaufen. Für den Nachhauseweg hat mir XL dann seine Sigma Mirage überlassen, 'ne tolle Lampe, vielleicht wird's die.

Danke an alle nochmal für die Lenkertasche, da hab' ich mich echt drüber gefreut.

 
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