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Das Logbuch:

Geschichten aus meinem Leben, Gedanken zu aktuellen Themen und sonstiger geistiger Unrat. Auch wenn mir vielleicht gar keiner zuhört, so darf ich hier wenigstens ausreden.

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Apocalypse

Dienstag, 30. März 2010 23:37  
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Die Welt geht unter, die Welt geht unter an einem D... ienstag.

Urknallexperiment im dritten Versuch erfolgreich (tagesschau.de)

Jetzt ham sie's tatsächlich getan. In Cern wurde von ein paar größenwahnsinnigen Wissenschaftlern der Urknall nachgestellt. Im größten Teilchenbeschleuniger der Welt schießt man irgendwelche Elemente mit annähernd Lichtgeschwindigkeit aufeinander und schaut, was da so passiert. Man sucht nach den sogenannten "Higgs"-Teilchen. (Prost!)

Sehr schön auch dieses Bild hier. Auch bei der ARD gibt's offenbar Menschen mit Humor.

Da will ich doch mal hoffen, daß die werten Herren und Damen Wissenschaftler wissen, was sie tun und daß sich die Befürchtungen der Kritiker nach einem schwarzen Loch mitten in Europa nicht bewahrheiten. DAS wäre doch mal eine Bild-Schlagzeile: "Schwarzes Loch frisst die Erde auf." Vielleicht läuft das ganze aber auch ganz anders. Vielleicht ist der Urknall, aus dem wir alle hervorgegangen sind nichts anderes als ein fehlgeschlagenes Experiment. Was wäre denn, wenn die Jungs in Cern mit ihren Experimenten einen neuen Urknall erzeugen würden? Schade, daß es dann auch die Bildzeitung nicht mehr gäbe. Das wäre erst mal eine Schlagzeile. "Urknall mitten in Europa".

Die nächste Frage, die sich mir stellt ist: Wer bezahlt das eigentlich alles?

Derweil beschäftigten sich andere Herrschaften mit viel trivialeren Problemen wie z.B. der Frage, ob man dafür entlassen werden darf, wenn man es wagt, sich sechs zur Entsorgung bestimmte Maultaschen zu eigen zu machen.

Revision im Maultaschenprozess mit Vergleich beendet (tagesschau.de)

Na, immerhin ist für die Frau noch etwas Geld rausgesprungen, besser als gar nichts.

Und auch in Sachen Atomausstieg tut sich was:

Atomausstieg? Ja, später - vielleicht (tagesschau.de)

Um mich nicht wieder aufzuregen, werd' ich das heute mal nicht weiter kommentieren.
 
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Nukleare Planspiele

Freitag, 26. März 2010 22:42  
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Heute gibt's gleich zwei Megaklopper aus Berlin:

Regierung prüft AKW-Laufzeiten bis zu 60 Jahren (tagesschau.de)

Stück für Stück kommt der Ausstieg aus dem Ausstieg. Ungeniert spricht man jetzt schon von 60 Jahren Laufzeit. Den Kraftwerksbetreibern dürfte spontan einer abgehen bei solchen Nachrichten, bei einer Million € Gewinn pro Tag und Kraftwerk kämen in mir da gewiss auch ungeheure Glücksfühle auf.

Etwas verwundert bin ich aber schon, daß man ausgerechnet jetzt noch dieses unangenehme Thema anpackt, so kurz vor der Landtagswahl in NRW. Eigentlich hätte ich gedacht, daß man die Katze endgültig erst danach aus dem Sack lässt

Entweder ist man sich in Berlin seiner Sache sehr sicher, oder aber man versucht mit brachialen Methoden von der Kundus-Affäre abzulenken. Wenn letzteres der Fall wäre, kann man wohl davon ausgehen, daß da noch weit mehr die Kacke am Dampfen ist, wie bereits bekannt.

Wie auch immer, als ich das las, stellten sich mir die Nackenhaare auf. Atomstrom bis 2050? Da kommt ja noch einiges auf uns zu. Aber man ist ja zuversichtlich, das Müllproblem lösen zu können.

Ach ja, der Atommüll:

Der endlose Streit ums Endlager (tagesschau.de)

Passend dazu kommt nämlich das Thema Endlager im Allgemeinen und Gorleben im Besonderen nochmal auf den Tisch und zwar von zwei Seiten. Zum Einen von der Opposition, die einen Untersuchungsausschuß initiiert, um die Frage zu klären, inwieweit die Entscheidung in den 80ern wirklich aufgrund wissenschaftlicher oder vielleicht doch anderer Aspekte getroffen wurde. Zum Anderen von Hern Röttger, der eine Wiederaufnahme der Eignungsuntersuchung von Gorleben anstrebt. Er spricht dabei von einem "offenen Verfahren", das auch die Möglichkeit anderer Standorte nicht ausschließen soll. Klar, das ist wahrscheinlich genauso offen, wie damals die Mediation zum Flughafenausbau.

Besonders pikant wird die Sache durch die angebliche Aussage des CSU-Abgeordneten Straubinger: "Keine Diskussion über alternative Standorte, sonst zünden wir die ganze Republik an!" Wenn er das wirklich so gesagt hat, wäre das schon ein starkes Stück. Atomkraft wollen sie, aber den Müll soll man doch bitte woanders lagern. Unglaublich, mit welcher Niederträchtigkeit hier Politik gemacht wird.

Ich prophezeie mal, daß es mit dem für dieses Jahr geplanten Abschalten von Biblis nichts wird. Wäre wohl auch zu schön gewesen.
 
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Niemandsland

Mittwoch, 24. März 2010 23:31  
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Heute mittag auf dem Weg zum und vom Mittagessen (bei dem Wetter kann man schon mal mit dem Rad fahren) kam ich wieder mal an der Mondlandschaft der Landebahnbaustelle am Taubengrund vorbei. Ein verlorenes Haus an der Strasse zum alten Umspannwerk steht da noch und wartet einsam auf seinen Abriss.

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Die Fenster fehlen bereits, ich denke, also, lange kann es nicht mehr dauern, bis die Fraport das Haus plättet.

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Wenn man sich das so anschaut, ist kaum vorstellbar daß da vor einem Jahr noch Wald stand. Zum Heulen!
 
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Vorratsvernichtung

Montag, 22. März 2010 21:25  
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Und nochmal Kroketten. Jetzt ist die Tüte auch leer. Ein Tütchen McDoof-Ketchup hatte ich auch noch. Reicht für ein behelfsmäßiges Abendessen. Wird trotzdem Zeit, daß es Ostern wird.
 
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Es ist gut, ein Backup zu haben!

Sonntag, 21. März 2010 14:19  
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Manchmal gehen Experimente auch schief. Vielleicht hätte ich aber auch nur mal das Etikett besser lesen sollen. Daß die Soja-Bolognese aus'm Aldi Parmesan erhält, merkte ich erst, nachdem sich der penetrante Kotzgeruch, den dieses "Lebensmittel" ausstrahlt schon in der Wohnung breitgemacht hatte. Also wanderte das Zeug aus der Mikrowelle unter ständigem Rühren direkt in den Ausguss.

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Zum Glück hatte ich aber ein Backup, "normale" Tomatensoße aus'm Glas, das Mittagessen war gerettet.

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Impressionen des gestrigen Abends

Samstag, 20. März 2010 15:56  
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Gelnhaar, 2. Tag

Mittwoch, 17. März 2010 15:49  
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Heute gab's ein leckeres Omelett mit Spätzle.

Mittagessen

Bin wieder in Gelnhaar, diesmal sind wir zu dritt. das Essen kam heute von einer Gaststätte aus dem Nachbarort und ist um einiges besser als das, was wir vorgestern bekommen haben.

Heute abend stell' ich vielleicht noch ein paar Photos von hier ein!
 
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Das Auge isst mit...

Montag, 15. März 2010 14:15  
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Bin gerade auf THW-Einsatz in Gelnhaar, Trinkwasser machen. An sich ein ruhiger Job. Heute morgen mussten wir zwar erst das Labor umziehen, weil es in das alte Zelt reingeregnet hatte, dazu Strom legen, außerdem haben wir die Wege hier auf der Wiese nochmal mit Splitt abgestreut, nicht wegen Schnee, eher wegen Schlamm.

Ansonsten gibt es wenig zu tun, außer zu sehen, ob die Anlage läuft, überall genug Sprit drin ist und daß Wasserblase und Hochbehälter, den wir speisen, und der widerum das lokale Leitungsnetz versorgt, innerhalb der zulässigen Füllung liegen. Zeit genug also für diesen kurzen Bericht.

Dann ham' wir hier zwar Internet, wie man sieht, allerdings ist die Verpflegung ist ein bißchen schwierig. Restaurants gibt's hier kaum, und die wenigen vorhandenen sind mittags alle dicht, der nächste Burgerking 'ne halbe Stunde weg, Pampas eben. Nach etwas Suche hatte ich dann einer Art erweitertem Kiosk mit Bäcker und heisser Theke gefunden, wo es neben einer lustlosen und unfreundlichen Bedienung zumindest Schnitzel, Kartoffelbrei und Rotkohl (und sonst nix) gab. Also für den Kollegen eine Portion bestellt und für mich statt dem Schnitzel drei Eier geordert.

Beim Esseb verging mir dann etwas der Appetit, da mein Ei teilweise grün angelaufen war. Zuerst ein kleiner Schnippel, den ich großzügig ausschnitt und wegwarf, später dann richtig schlimm.

Grüne Eier

Etwas mulmig war mir dann schon, aber zum Glück gibt es das Internet, wo man solche Dinge nachlesen kann:

Grüne Eier durch Rotkohl (chefkoch.de)

Ein Hoch auf die Chemie! Ich hab' dann übrigens aufgegessen. :)
 
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Zweimal gute Nachrichten

Dienstag, 02. März 2010 23:19  
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Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung (tagesschau.de)

Aus ist's mit der Datensammelwut auf Verdacht! Und es kommt noch besser: Alle bisher gesammelten Daten sollen unverzüglich gelöscht werden. Dieses Urteil ist ein richtiger Tritt in die Fresse der Stasi 2.0, die in Person des Bundeninnenministers gleich wieder droht, daß das Urteil kein völliges K.O. für die Vorratsdatenspeicherung sei und daß lediglich das "Wie" zu ändern ist.

GM steckt mehr Geld in Opel-Sanierung (tagesschau.de)

Schonmal ein Lichtblick! Hoffen wir, daß das reicht. Jetzt sollten vielleicht nur die ganzen Möchtegernexperten, z.B. ein Herr V. ihren geistigen Dünnschiss künftig für sich behalten.
 
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Heisse Kohlen

Samstag, 27. Februar 2010 22:49  
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Hatte heute eine Art Prüfung und bin mir echt nicht sicher, wie's gelaufen ist.

Ist ja meistens so, daß man im Nachhinein immer sehr viel schlauer ist und einem dann noch tausend Dinge einfallen, wie man es besser hätte machen/sagen können.

So auch heute, wo ich im Nachhinein manche Dinge wohl auch gerne anders gemacht hätte.

Es war irgendwie alles dabei, zum Teil ist es sehr gut gelaufen, teilweise hatte ich aber auch das Gefühl ziemlichen Käse zu produzieren. Und irgendwie kann ich halt jetzt nicht einschätzen ob's letztendlich "gereicht" hat, oder eben nicht. Ich versuche daher mal, nicht allzuviel zu erwarten, um nicht unnötig enttäuscht zu werden. Trotzdem hoffe ich, da es hier um etwas geht, was mir doch ziemlich am Herzen liegt.
 
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Gericht des Tages: Spaghetti Al Olio

Samstag, 27. Februar 2010 00:01  
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Ok, ok, der war extrem bös'...

Ausmaße der Ölpest nicht abzusehen (tagesschau.de)
Ölpest in Italien breitet sich aus. (tagesschau.de)
Quälend langsame Reaktion am Po (tagesschau.de)

Jetzt kommt zu kriminellen Machenschaften auch noch Desinteresse von Medien und Öffentlichkeit und schlimmer noch, anscheinend auch Unfähigkeit in der Organisation des Katastrophenschutzes. Vielleicht wachen die Verantwortlichen ja auf, wenn im Sommer wegen einer Ölpest an der Adria die zahlenden Touristen wegbleiben. Für die betroffenen Flusßsysteme und Küstenabschnitte, die verendeten Tiere und zerstörten Ökosysteme dürfte es dann freilich zu spät sein. Der Po ist dann sprichwörtlich "im Arsch"!

Ab und zu gibt es aber auch mal gute Nachrichten:

Lindas Rückkehr (tagesschau.de)

Ich muß gestehen, ich kenne mich bei Kartoffeln nicht aus und habe keine Ahnung, wie Linda schnmeckt. Wenn es aber engagierte Bauern und Verbraucher schaffen, gegen einen großen Saatguthersteller anzustinken, finde ich das prinzipiell erstmal gut. :)
 
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Mir saufn bis mir umfaln...

Dienstag, 23. Februar 2010 23:48  
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Käßmanns Promille-Fahrt (ndr.de)

1,54 Promille, Respekt, Frau Käßmann, andere hätten es gar nicht mehr über die Ampel geschafft, sondern wären direkt am Pfosten hängengeblieben. Ich sag's ja immer, die Weiber heute saufen uns Kerle locker unter den Tisch.

Aber mal Spaß beiseite, wie sich die Medien jetzt wieder auf die arme Frau stürzen ist ein Trauersppel. Als hätten wir keine anderen Probleme in diesem kaputten Land als die Trunkenheitsfahrt einer Frau, die zufällig Bischöfin ist. Na und?

Warum muß sowas in Zeitungen auf der Titelseite stehen, ist das für die Nation so wichtig? Außerdem stellt sich mir bei der ganzen Berichterstattung die Frage, wie es mit Datenschutz und Privatsphäre aussieht. Ich will die Sache keinesfalls schönreden: Wer besoffen Auto fährt, sollte entsprechend bestraft werden. Trotzdem ist das doch im Grunde eine reine Privatsache. Wenn sie angetrunken zum Dienst erschienen wäre, wäre das was anderes gewesen, aber so?

Es würde mich mal interessieren, wo die Bild-Zeitung solche Informationen überhaupt immer her hat. Irgendwer hat da wohl geplappert, die Frau Käßmann selbst kann es ja kaum gewesen sein.
 
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Küchenschränke, Selbstmordstaubsauger und anzügliche Gespräche

Montag, 22. Februar 2010 01:21  
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Und wieder ist ein Wochenende Geschichte. Die Bilanz fällt ganz positiv aus: Gestern hab' ich mit meinem Vater die Küchenschränke aufgehängt, die seit Wochen im Wohnzimmer rumstanden. Danke auf diesem Wege nochmal für die Hilfe, alleine hätte ich das nicht so schnell und reibungslos hingekriegt.


Vorher


Nachher

Hab' die dickste Dübel-Schraubenkombination genommen, die für die Löcher passte. 10er Fischer UX und 6er Schrauben mit Sechskantkopf, letzteres für mehr Grip beim Einschrauben. Hätte gerne 8er genommen, aber die passten net mehr durch die Öse der IKEA-Korpusse. Trotzdem war die Kombination lang und groß genug, um die Lücke zwischen Gipskarton und Mauer zu überbrücken und trotzdem genug Halt im Untergrund zu finden. Ich liebe die Fischer UX-Dübel. 1000 Untergründe, ein Dübel. Da kann man gar nix falsch machen.







Die Aufhängung der IKEA-Schränke ist relativ simpel, Höhen und Seitenverstellung erfolgt über einfaches Verschieben, vertikal mit Rasterung, fixiert wird direkt über die Schraube. Weitere eigentlich "übliche" Einstellmöglichkeiten über Einstellschrauben sucht man vergebens, schon ein bißchen merkwürdig, wenn man bedenkt, daß die Türscharniere in dieser Hinsicht wiederum sehr aufwendig sind. Ging aber einigermaßen, mit ein bißchen Probieren haben wir die Dinger schließlich in Waage gekriegt, auch wenn wir die Einstelltoleranz trotz der bereits mit Wasserwaage gebohrten Löcher gut ausnutzen mussten.

Letzte Restzweifel über die Haltbarkeit der Wandbefestigung zerstreuten sich bereits mit dem Abnehmen des alten Schranks, als wir dessen Befestigung sahen: Ganze zwei Häckchen, die nur von Kunststoffgipskartondübeln gehalten wurden. So hing das Teil da bestimmt 10 Jahre, wenn nicht mehr. Bei den 6 Schrauben, die da jetzt insgesamt verbaut sind, brauch' ich mir glaub' ich keinerlei Sorgen mehr in die Richtung zu machen


Der alte Schrank...


...und sein Dübel.

Links soll dann noch ein Regal hin, als Minispeisekammer für sich lang haltende Lebensmittel, und die Dunstabzugshaube wird wohl auch bald ersetzt, das siffige Teil lohnt kaum noch die Reinigung. Zu dem Zweck war ich abends nochmals zwei Stunden bei IKEA, um das Angebot zu sichten, diesmal war die Beratung mal wieder extremst grottig, nachdem ich zwischendurch ja mal ganz zufrieden war. Zu einem Ergebnis bin ich auch noch nicht gekommen. Sei's drum, vielleicht kauf' ich die ja auch woanders. Jetzt freu ich mich erstmal über die neuen Schränke.

Einen Verlust gab's aber noch. Gestern beim Aufräumen suizidierte sich ohne Vorwarnung mein Staubsauger effektvoll mit allen Finessen, inklusive Lightshow und Nebelmaschine bis die Sicherung das Spektakel beendete. Den Gestank hatte ich eine ganze Weile noch in der Bude, obwohl ich die Leiche gleich rausbrachte und lüftete. Keine Ahnung, ob ich das Ding mal aufmachen und eine Reparatur wagen soll. Wahrscheinlich gab's nur 'nen Kurzschluß im Schalter, andererseits war das Ding eh total billig und nicht besonders leistungsstark, mittelfristig hatte ich eh' schon über Ersatz nachgedacht, muß jetzt halt ein wenig früher geschehen.

Vorhin war ich mit ein paar THWlern zuerst im Brauhaus und dann noch mal Billiard spielen. War eine relativ kurzfristige Idee. Nach dem Schwimmen hatte ich Hunger, nix mehr im Haus und im Brauhaus gibt's eben annehmbares Essen für freiwillige Teilzeitvegetarier wie mich, also Sandra und Markus angerufen, die noch zwei Kameraden aktivierten. Anschließend wie gesagt noch zum Billiard, dessen Höhepunkt nicht unser unqualifiziertes Spiel sondern die recht "interessanten" Gespräche waren. Bei manchen Leuten entdeckt man doch immer wieder neue Seiten.
 
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Strahlende Aussichten jetzt auch in den USA

Mittwoch, 17. Februar 2010 20:47  
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Die spinnen, die Amis!

Obama kündigt den Bau neuer Atomkraftwerke an (tagesschau.de)

Da hab' ich nicht schlecht gestaunt. Die depperten Amis wollen tatsächlich wieder in die Kernkraft einsteigen. Zunächst sollen zwei neue Kraftwerke in Georgia gebaut werden. Doch das ist wohl erst der Anfang, von weiteren Reaktoren ist die Rede. Neben der energetischen Unabhängigkeit vom Ausland wird wieder mal das Totschlagargument CO2-Reduktion gebracht mit dem ja auch hierzulande gerne pro-Atom argumentiert wird.

Man könnte ja meinen, daß die Amis aus Three Miles Island gelernt hätten, Pustekuchen. Vielleicht ist die Lektion nach 30 Jahren aber auch einfach verjährt, die Narben weit genug zugedeckt und genug Zeitzeugen weggestorben, um wieder über den Wahnwitz Atomenergie nachzudenken.

Dieses Einknicken vor der Atomlobby ist fatal, vor allem in seiner Aussenwirkung, und auch energiepolitisch in meinen Augen unsinnig und unnötig.

Die USA sind riesig und im Vergleich zu Europa mit etwa 30 Einwohnern pro Quadratkilometer (im Vergleich Deutschland: 230) sehr dünn besiedelt. Man hat riesige Wüstenflächen im eigenen Land und damit mehr als genug Möglichkeiten, krisenfest und vollkommen autark im großen Stil regeneartiv Energie zu gewinnen, die Ausgangslage wäre also ideal und was das angeht um ein vielfaches besser als in Europa, das seine Solarthermie in Nordafrika betreiben wird müssen, um dauerhaft grundlastfähig zu produzieren. Trotzdem wird jetzt auf Atomenergie gesetzt, trotz hoher Kosten, hoher Risiken und der nach wie vor völlig ungelösten Endlagerproblematik. Mein Gott, unsere Nachfahren werden uns sowas von hassen...

Postiv bleibt für mich persönlich heute noch zu vermelden, daß die Kopfschmerzen weg sind. (Hurra!)


 
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Skepsis

Dienstag, 16. Februar 2010 03:17  
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Heute war wieder Halligallitrecksau im Rind. Weiß nicht, was ich von dem Abend halten soll.

Eigentlich hatte ich fest mit ein paar Mitstreitern gerechnet, eigentlich hatten die ihr Kommen achon angekündigt. Doch ein paar Anrufe später - ich stand bereits für die Karten an - war klar, daß ich wohl alleine würde hingehen müssen Irgendwie dachte ich dann, alles besser als den abend alleine zuhause verbringen und hab' dann eine Karte gekauft. "Kurz" nach Hause, um halb 11 bin ich dann rein.

Große Kostümierung hab' ich mir diesmal gespart, das dritte Jahr in Folge Jake Blues fand ich dann doch übertrieben, und die Vampirvariante verkniff ich mir angesichts möglicher Twilight-Assoziationen. Letztendlich kam meine knallgrüne Latzhose mal wieder zum Einsatz ebenso wie ein völlig unpassendes olivgrünes Hemd, daß mir meine Eltern vor Jahren mal geschenkt hatten, und das ich heute zum ersten mal trug. (Schande über mich.) Zusätzlich die Haare verwüstet und die Bescheerung mit 2 Tonnen Haarspray betoniert, fertig war das Mode- und Friseuropfer.

War am Ende ganz gut so, weil mir auf der Tanzfläche irgendein bessofenes Schwein sein Getränk übergeschüttet hat, das wäre auf dem guten Anzug nicht gut gekommen. Warum müssen die Volleulen auch immer mit vollen Gläsern quer durch den Saal eiern?

Über den Abend gibt's ansonsten nicht allzuviel zu sagen, eine Handvoll Bekannte getroffen, ein paar kurze Gespräche geführt und sogar ein paar Leute kennengelernt. Musik war faschingstypisch grottig, aber darum ging's ja nicht.

Angesichts der Kopfschmerztabletten von denen ich mich tagsüber ernährt hab', hab' ich mir jeglichen Alkohol verkniffen.

Hatte eigentlich ohnehin fest damit gerechnet, heute Nacht wieder angehalten zu werden. Hatte mir schon einen Spruch ausgedacht. "Kommen Sie vom Fasching?" "Nein, vom Friseur, und er hat's versaut!"

Ich hau mich jetzt besser in die Falle. Hoffentlich sind die Kopfschmerzen morgen weg.
 
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Bis repetita non placent.

Freitag, 12. Februar 2010 22:38  
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Oder vielleicht doch? Manche Sachen könnte man schon immer wieder essen:


 
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[...]

Donnerstag, 11. Februar 2010 22:01  
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Bin schon wieder zu Hause. Dank an meine Schwester, ohne die ich heute aufgeschmissen gewesen wäre.
 
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Abwesenheitsnotiz

Donnerstag, 11. Februar 2010 01:27  
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So... melde mich für zwei Tage ab. Wünscht mir Glück!
 
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00Häkeldeckchen - Omas in geheimer Mission

Dienstag, 02. Februar 2010 23:02  
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Jetzt wird man sogar schon von harmlos aussehenden Omis über's Ohr gehauen:

Hilf der Oma! (hr-online)

Wer nett ist und hilft, und das waren erfreulicherweise wohl eine ganze Menge, dem wird gleich ein Blättchen der Diakonie in die Hand gedrückt. Sicher eine nette Idee, ich denke aber zwischen ein paar Orangen aufheben und z.B. in einem Hospiz Sterbende zu begleiten besteht noch ein gewaltiger Unterschied. Aber vielleicht haben sie ja Glück und finden tatsächlich ein paar neue Helfer. Viel Glück!
 
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Datenhandel

Montag, 01. Februar 2010 22:34  
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Nicht wirklich verwunderlich, daß sich ausgerechnet die FDP gegen den Kauf der Steuersünderdaten ausspricht. Man verprellt sich doch nicht so einfach seine Hauptklientel.

Das ganze klingt aber auch schon wie eine Räuberpistole. Da werden dem Staat in aller Öffentlichkeit für ein stolzes Millionensümmchen die Daten von ein paar Tausend Steuersündern angeboten und man erwägt ernsthaft das Angebot anzunehmen. Klingt mir ein bißchen zu sehr nach Hollywood. Und irgendwie bin ich mir auch nicht sicher, ob das rechtlich wirklich alles so einwandfrei ist, wie uns das der Herr Schäuble weißmachen will. Vielleicht ist das ganze ja auch nur eine grandiose Finte, ein riesiger Bluff, um reuige Steuersünder zur Selbstanzeige zu bewegen. Zutrauen würde ich den Gaunern in Berlin inzwischen fast alles, und das wäre doch eine gute Publicity vor der NRW-Wahl, wenn man ein paar schwarze Schafe entlarven könnte. Vielleicht vergisst der Wähler dann das FDP-Steuergeschenk an die Hotelbranche.

In der Tat dürfte so manchem "ehrbaren" Millionär mit Schweizer Nummernkonto zur Zeit der Kackstift weit genug rausschauen, um hässliche Bremsspuren in der Calvin-Klein-Unterwäsche zu hinterlassen.
 
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