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Das Logbuch:

Geschichten aus meinem Leben, Gedanken zu aktuellen Themen und sonstiger geistiger Unrat. Auch wenn mir vielleicht gar keiner zuhört, so darf ich hier wenigstens ausreden.

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Betr.: Klinsmann, Genmais, Opel

Montag, 27. April 2009 19:29  
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Klinsmann:

Bayern wirft Klinsmann raus (tagesschau.de)

"Ich hab's ja gesagt" trifft's ganz gut. War doch klar, daß das nicht lange gutgeht. Es gibt einfach Dinge, die passen nicht zueinander. Klinsmann ist bei Bayern damals schon als Spieler auf die Fresse gefallen, und da war das jetzt eigentlich ein Abgang mit Ansage.

Dabei ist die Bilanz an sich wirklich nicht schlecht. Nur mal zur Errinerung: Die Bayern stehen auf Platz 3(!!!) und sind nur 3 Punkte, also gerade mal einen Sieg von Platz 1 entfernt. Das kann man doch durchaus als gutes Saisonergebnis werten, selbst für einen deutschen Rekordmeister und selbst, wenn man die zugegeben bescheidene internationale Bilanz betrachtet. Erwarten die denn wirklich, jedes Jahr mindestens einen bis zwei Titel zu holen?

Wenn alles, was unter Platz 1 liegt, für Herrn Hoenness inakzeptabel ist, dann kann den Bayern imho keiner mehr helfen. Dieses vollkommen überzogene Anspruchsdenken finde ich so richtig zum Kotzen. Eigentlich sehr traurig, so eine Einstellung, Herr Hoenness ist fast zu bemitleiden, ebenso wie die Fans. Über was (außer Platz 1) kann sich der Fan sich denn überhaupt noch freuen? Leute, kommt mal wieder auf den Teppich! Kein Mitleid habe ich mit den Torfnasen, die beim Schalke-Spiel "Klinsi raus" gerufen haben. Das sind wahrscheinlich die gleichen, die ihn 2006 bei der WM noch frenetisch bejubelt haben. Undankbares Pack!

Und so ist in meinen Augen ein Jürgen Klinsmann auch viel zu schade für diesen Job. Er sollte sich einen Verein suchen, der auf dem Boden geblieben ist und der Erfolg noch zu schätzen weiss.


Genmais:

Genmais-Aussaat unter Polizei-Aufsicht (Bayrischer Rundfunk)

Alle Achtung, soviel Dreistigkeit hätte ich nichtmal einem amerikanischen Gensaathersteller zugetraut. Die eine Sorte Genmais wird verboten, da wird kurzerhand eine neue Sorte präsentiert, die dann flugs ausgesät wird, bevor irgendwer reagieren kann. Bleibt nur zu hoffen, daß die Politik Wege und Mittel finden wird, diesen Wahnsinn 7zu beenden, bevor sich das ganze als die berühmte Büchse der Pandorra erweist. Wenn sich der genveränderte Mais erstmal ausbreitet und im hiesigen Ökosystem festsetzt, ist die Kacke gewaltig am dampfen. Nachher wird's dann wieder keiner gewesen sein wollen. Mit welcher Berechtigung nehmen Menschen solche potentiell katastrophale Eingriffe in Ökosystemen vor?

Aber was lernen wir daraus? Daß die Menschen nie aus ihren Fehlern lernen, Deswegen haben wir in Australien nach wie vor Karnickelplagen, züchten uns durch massiven Chemieeinsatz eine Armee giftresistenter Ratten heran, und demnächst soll dann noch CO2 in die Tiefsee gepumpt werden, ohne daß man auch nur die geringste Ahnung von möglichen Folgen für die dortigen Ökosysteme oder sogar das globale Klima hat. Wir kriegen diesen Planeten noch kaputt, da bin ich mir sicher!


Opel:

Fiat garantiert angeblich Opel-Standorte (tagesschau.de)

Quelle sei angeblich ein "unbekannter Insider", naja... jeder kann sich seinen Teil denken. Und daher hoffe ich auch ganz stark, daß das ganze wirklich eine Finte von Fiat ist , um Chrysler und die amerikanische Regierung unter Druck zu setzen.

Außerdem muß man ganz genau hinschauen. Erstens wird ausdrücklich von Deutschen Standorten gesprochen. Von der Rettung der anderen Standorte (z.B. Saragossa, Antwerpen, Ellesmere Port) wird keine Silbe erwähnt.

Und dann kann man den Begriff "Standort" natürlich auch unterschiedlich interpretieren. Auch eine reine Verwaltung ist eine Art Standort, dazu bedarf es keinerlei echter Produktionsstätten. So ist es durchaus denkbar, das z.B. in Rüsselsheim nur noch eine Zentrale (Bürokomplex) und vielleicht die Entwicklung verbleibt, während hier am Ende kein einziges Fahrzeug mehr produziert wird.
 
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Um Gottes Willen, bitte nicht!

Donnerstag, 23. April 2009 21:15  
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Mögliche Übernahme Opels durch Fiat (tagesschau.de)

Opel als Juniorpartner oder gar Tochter von Fiat, schwer vorzustellen, zumal Fiat nicht wirklich besser dasteht als GM, eher im Gegenteil. Aktuell macht man im Gegensatz zu Opel sogar Verluste, Fiat steht das Wasser bis zum Hals. Und so ist der Verdacht gar nicht weit hergeholt, daß der Hauptgrund für eine Übernahme deutsche Staatsbürgschaften und damit Optionen auf frisches Kapital sind.

Und Frau Merkel kämme das eventuell sogar sehr gelegen. Sie könnte sagen, man habe Opel gerettet, und wenn dann nach der Wahl alles den Bach runtergeht und massenweise deutsche Arbeitsplätze abgebaut werden, die Schuld auf die Italiener schieben.

Davon abgesehen bin ich nicht wirklich von der Fiattechnik überzeugt. Wie toll die ist, konnte man an den Dieseln sehen, die im Rahmen dieses komischen Joint Ventures mit GM vor ein paar Jahren ihren Weg unter Opel-Motorhauben gefunden haben. Das waren nicht gerade Meisterstücke der Ingeneurskunst. Insgesamt kein Gewinn für Opel oder GM und so wurde diese Zusammenarbeit folgerichtig auch beendet, indem GM die Reißleine zog und sich für viel Geld aus dem Vertrag freikaufte.

Geht's noch schlimmer? Ja, der absolute Alptraum wäre, wenn ein Chinese Opel übernehmen würde. Die Chinesen sind ja vor allem absolute Meister im "Technologietransfer" (siehe Transrapid), die würden wahrscheinlich erstmal das komplette Know-How absaugen, und über kurz oder lang die Produktion zu sich nach Hause holen. Ein Opel "made in China", das wäre die absolute Höchststrafe.

Wo bleiben Renault/Nissan, die PSA-Gruppe und BMW? das wären mal echte Kandidaten, gerade BMW und Opel könnten sich in einer strategischen Partnerschaft optimal ergänzen, da die Überschneidungen im Produktportfolio relativ gering sind, während gleichzeitig enorme Synergieeffekte erzielt werden könnten. Einige BMW-Fans würden bei dem Gedanken vielleicht erstmal Fußpilz bekommen würden. Aber da müssten sie halt mal durch. :o)
 
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Das war dann wohl eher nichts!

Mittwoch, 22. April 2009 23:47  
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Haben's heute nicht geschafft, den Motor rauszuholen, ist an fehlendem Werkzeug gescheitert. Der ursprüngliche Plan war, den Motor ohne Getriebe rauszuholen, das ging nicht, weil der Auszieher für die Getriebewelle fehlte. Den kann man sich zwar aus handelsüblichen Materialien selbst herstellen, aber die hatten wir auch nicht.

Dann hieß die Devise "mit Getriebe raus". Also Achslager und Traggelenk gelöst. (Den Abzieher hat Martin schnell noch zuhause geholt.) Haben die linke Achswelle auch aus dem Radlager lösen können. Jetzt mußte sie nur noch aus dem Getriebe raus.

Martin meinte vorher noch, die Gelenkwellen kriegt man leicht raus, ich dachte an das Gewürge beim letzten Wechsel vor ein paar Jahren und glaubte nicht daran. Ich sollte (leider) recht behalten. Da war nix zu machen. Jetzt hab' ich erstmal Werkzeug bestellt, die Gabel zum Ziehen der Gelenkwellen und das Spezialwerkzeug für die Getriebewelle. Sicher ist sicher, und umentscheiden kann man immer noch. Samstag soll's weitergehen.

Werde mir vorher auch noch ein bißchen Werkzeug kaufen, habe z.B. keine gekröpften Ringschlüssel. Und auch'n 18er Gabel´schlüssel fehlt mir noch, den hätten wir heute gut gebrauchen können.

Roman überlegt übrigens auch, sich wieder einen Ascona zu holen. Nur zu! :o)
 
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Vorbereitung zur großen Operation

Mittwoch, 22. April 2009 00:58  
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Heute bin ich nach der Arbeit gleich an die Garage gefahren um alles für die morgige Transplantation vorzubereiten. Sämtliche Schläuche, Leitungen, Kabel mußten ab, damit wir die Maschine morgen gleich ausbauen können.

Die erste Schraube am Hosenrohr hab' ich natürlich trotz reichlich WD40 und einer Stunde Wartezeit gleich abgerissen. Dafür gingen die anderen drei ohne Probleme. einmal minimal anziehen, daß sie sich bewegen, und dann rausdrehen. Die Dichtung zwischen Krümmer und Hosenrohr präsentierte sich übrigens taufrisch nach mittlerweile über 25 Jahren und 130.000 km. Die hätte sicher nochmal solange gehalten. Überhaupt ist das alles sehr massiv am Ascona. Vor allem, wenn ich da an die "Röhrchen" und den Minidichtring beim Astra denke. Außerdem hab' ich wieder gewatzt. Als ich den rechten Heizungsschlauch vom Motor abzog, ergoß sich auf der anderen Seite die Soße über die Getriebeglocke. Wunderbar. Eine ganze Rolle Küchenrolle gebraucht, um die Sauerei einigermaßen aufzuwischen.

Grade eben war ich dann noch beim Kentucky. Schrauben macht hungrig!
 
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Montag, 20. April 2009 01:16  
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Diesen Sonntag wieder mal eine schöne Tour gefahren. Mit XL am Aussichtspunkt Startbahn West getroffen, anschließend die Flughafenstrasse lang bis auf die andere Seite zum Luftbrückendenkmal, anschließend die "Standardrunde" um's Frankfurter Kreuz. Bei mir zuhause gab's dann ein Pausenbierchen bis wir das letzte Stück zur Strandbar durchgebrettert sind. Bei Ela und Martin wurde abends dann noch gegrillt.

Am Ascona hab' ich nur am Samstag was gemacht und auch nicht allzuviel. Wasser abgelassen, soweit es ging, Kühler und Lüfter ausgebaut und auch die Lichtmaschine schonmal demontiert. Alles was ich vom Motor ohne große Probleme abmachen kann solange er drin ist hilft beim Rausholen. Mittwoch wollen Martin und ich das Teil ausbauen. Hoffentlich klappt's.
 
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Samstag, 18. April 2009 14:18  
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Bin grade aufgestanden (was für ein Leben). Gestern abend erst Singstar beim Bonsenhein in Nauheim. Ich hab' böse abgebaut, hab' ich gemerkt. Danach spontan noch zur Bad-Taste-Party in's Rind, die mit geschätzten 15 Leuten doch ganz gut besucht war (Achtung, Ironie!) Tat der Stimmung aber keinen Abbruch, auch wenn wir von einem Mädel beim Kickern derb plattgemacht wurden. (XL mutmaßte, die Frau hätte einen Haufen älterer Brüder gehabt.) Der Besitzer gab zum Schluß noch 'ne Runde aus und irgendwie bestanden am Ende die Hälfte der Besucher aus Rindpersonal. Die Musik war übrigens ziemlich "bunt". Von Schlager bis Pro Pain war irgendwie alles vertreten.

Da das Wetter net so dolle ist, werd' ich die Zeit heute am Ascona nutzen.
 
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Kleine Erfolge

Dienstag, 14. April 2009 21:44  
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Was für ein elendes Gerenne, habe heute Urlaub genommen und versucht so 'nen Abzieher für's Lenkrad aufzutreiben, keine Chance, der einzige Laden, der es hätte bestellen können, wäre der Rüger gewesen, dann hätte ich ihn aber erst nächste Woche gehabt und außerdem 105 € PLUS Mehrwertsteuer löhnen müssen (HAZET halt), dafür, daß ich das Teil wahrscheinlich nur dieses eine Mal brauche, war mir das dann doch etwas zu teuer.

Habe dann aber dank einer Idee vom TS (ja, ich bin doch nochmal wieder hin) doch noch 'ne Quelle gefunden, wo ich mir den Abzieher für 'ne Stunde leihen konnte. Sogar kostenlos, hab' dem guten Mann dann noch 5 € für die Kaffeekasse gegeben. (Wenn er schon extra für mich eine Ausnahme macht.) Die eigentliche Operation gelang dann auch spielend. Etwas überrascht war ich allerdings, daß das Lenkrad regelrecht absprang. Hab' den Abzieher aufgesetzt, mit ein paar Umdrehungen festgezogen, nix passierte. Dann plötzlich "PENG" flog das Teil von der Spindel. War so ein bißchen wie damals bei der Radnabe vom Corsa, nur daß der Abzieher damals mehrere Stunden dran war bis das Gelersch abflog, außerdem war der damals verwendete Abzieher nicht halb so groß wie der jetzt.

Die Mutter an den Gurtschlössern ist übrigens wirklich eine 21er. habe mir beim Rüger ein paar große Nüsse gekauft, 21,22,23, alles andere kann noch ein paar Tage warten, solange ich noch von Martin den großen Ratschekasten hab'.

Eigentlich sollte heute gleich der Luftmischkasten raus. Leider hängt das Teil am Wärmetauscher oder umgekehrt, und den krieg' ich nicht raus ohne ihn vom Kühlwasserkreislauf zu trennen. Auf die Sauerei hatte ich heute keine Lust und so hab' ich stattdessen erstmal die Scheibenwischer, Scheibenwischermotor, Gebläsemotor und Wischwasserbehälter ausgebaut. Das Unterteil des Gebläsemotor krieg' ich aber nicht raus. Keine Ahnung, wo das noch festgemacht ist. Ich sehe bloß zwei Schrauben und auch ohne die sitzt das Teil fest auf dem Blech. Da will ich dann nochmal ran, wenn die Maschine raus ist. Irgendwie muß es ja gehen.
 
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Italienischer Flax

Mittwoch, 08. April 2009 01:49  
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Silvio Berlusconi ist der Hammer. Keine Hilfe aus dem Ausland anzunehmen ist die eine Sache, vielleicht kriegen sie's ja wirklich besser alleine hin, aber die vieldeutige Begründung "Die Italiener seien ein stolzes Volk und können sich selber helfen" ist total daneben. Ebenso wie die Äußerung an die Betroffenen, man möge das ganze jetzt als ein Sommerferiencamp, als ein großes Zeltlager ansehen. Angesichts der Verluste der Menschen und erst recht der vielen Toten ein ganz schöner Klops, den sich der Honk da wieder mal geleistet hat.
 
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Wahnsinnsprojekte

Montag, 06. April 2009 23:12  
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Nun hat das nächste Wahnsinnsprojekt juristische Absegnung erlangt: Der Ausbau von Kassel Calden. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat grünes Licht für den Neubau gegeben:

Ausbau von Kassel Calden genehmigt. (hr-online.de)

Jetzt wird es wohl doch auch hier ernst. Und das obwohl es bislang keine Airline gibt, die wirklich Interesse bekundet hat, kein Wunder, wenn sich im Einzugsbereich schon vier hervorragend positionierte Flughäfen finden. aber man ist wohl entschloßen, dieses lokale Prestigeprojekt durchzuführen, koste es was es wolle.

Und da heißt es immer Allgemeinwohl über das Wohl des einzelnen. Leider wird dieses Prinzip nur dann zur Anwendung gebracht, wenn es den Interessen der jeweils Entscheidenden bzw. deren des Großkapitals nützt. Das gilt für die Fraport wie auch für die Belange lokaler Dorfbürgermeister. Und so wird es weiterhin so sein, daß jeder sein eigenes Süppchen kocht. Die großen Flughäfen werden weiterhin auf Deibel komm raus wettrüsten, bis jeder seine 8 Bahnen und 5 Terminals hat (damit man bloß gegen die Konkurenten anstinken kann), alles unter dem Deckmäntelchen "Arbeitsplätze", (1-Euro-Jobs und Zeitarbeiter)

Gleichzeitig will sich jeder Dorfbürgermeister noch seinen eigenen kleinen Regionalflughafen oder ersatzweise das Megaspaßbad oder einen wahnwitzigen Freizeitpark mitten im Naturschutzgebiet, (siehe "Henners Traum") leisten, das ganze natürlich subventioniert vom Steuerzahler, also quasi mir. Und dank angeordneter europaweiter Ausschreibungen sichern wir so nebenbei Arbeitsplätze in Polen und Tschechien. So werden dann die Steuermillionen verpulvert, während manche Autobahnen mangels Wartung inzwischen einem Feldweg echte Konkurrenz machen.

Irgendwas läuft falsch in diesem Land.
 
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Thank you for the music!

Sonntag, 05. April 2009 22:17  
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Materialprüfung beim THW ist immer ein ziemlich nervender Dienst, aber es muß halt sein. Zeug runter vom Auto, prüfen lassen, wieder draufräumen. Spanngurte müssen ganz ausgerollt (und wieder eingerollt) werden.

Ich bin schon ganz froh, daß ich nicht den Job der Log-Mat-Jungs habe, die machen das nämlich einmal im Jahr bei jedem Ortsverband im GF-Bereich, von daher haben wir's noch ganz gut getroffen

Gestern abend waren wir auf der Dippemess, Pothi hatte dort im Zelt einen Auftritt mit seiner Abba-Coverband. Bin da ja erst ein wenig mit gemischten Gefühlen mitgefahren, Abba ist jetzt nicht so mein Fall. War dann aber doch ganz lustig, ok, liegt vielleicht auch am Bier und an der Freakshow vor (nicht auf) der Bühne, jednenfalls war ich seit langem mal wieder ausnehmend gut drauf. Den Kater heute morgen umging ich mit nächtlicher Flüssigkeitszufuhr und so wachte ich ohne dicken Kopf auf. Ich hätte aber nicht vergessen sollen, den Wecker abzustellen, so wurde ich um halb 8 empfindlich gestört.

Die heutige Biergartentour war ganz spassig. Waren leider nur zu dritt, Ela, Mirco und meine Person. Treffpunkt war die Aussichtsplattform an der Startbahn West.

Meine Fahrt endete schon kurz davor beinahe an einem Kotflügel, als beim Parkplatz vom Aussichtspunkt an der Startbarn West so ein dummer Trottel einfach ohne zu gucken auf den Radweg fuhr. Blöd auch, daß bei meinem Rad momentan die Hinterradbremse wegen "schleift" ausgehängt ist. So hätte ich beinahe einen Abschlag gedreht beim Bremsen. Hab' den Heini kurz angebrüllt uns weiter ging's.

Nächster Aufreger dann an der Aussichtsplattform selbst. Ich weiß ja net, was daran so toll sein soll, stundenlang startende Flieger zu beobachten. Diese ganzen Spasten, die da (und auf der gegenseite beim Luftbrückendenkmal) den Weg versperren, gehen mir dermaßen auf den Sack, jedesmal, wenn ich da vorbei muß! Wegen denen steig' ich jedenfalls nicht vom Rad. Da lass' ich mich lieber anpöbeln beim Treppe hochfahren.

Die weitere Tour verlief dann aber abgesehen von einigen navigatorischen Unklarheiten ohne Probleme. Kein Regen, keine Unfälle, keine probleme mit doofen Mitmenschen. Wir kehrten erst im Naturfreundehaus in Mörfelden ein, wo wir bestimmt drei Stunden blieben. Eine leichte Unflexibilität der Küche ließ mich auf Pommes mit Majo zurückgreifen, ansonsten ließ ich es alkoholtechnisch nach dem gestrigen Gelage erstmal langsam angehen. Auf dem Rückweg nutzen wir dann den Toilettenstop beim Mönchbruch zum letztmaligen Nachtanken.

Ein leichtes schlechtes Gewissen beschleicht mich ja jetzt doch, da ich ja eigentlich heute an Hermann rumschrauben wollte.
 
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Die versaute Mikrowelle

Donnerstag, 19. März 2009 22:16  
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Manche Hinweise auf Verpackungen sollte man doch ernst nehmen. Z.B., wenn es heißt, daß man Gefäße in der Mikrowelle abdecken soll. Dann wäre diese Schweinerei hier nicht passiert:



Geschmeckt hat's trotzdem. Nudeln wie Soße waren abgelaufen und mußten weg. Und für morgen hab' ich auch noch was.


 
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Moderne Demokratie

Montag, 09. Februar 2009 23:26  
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Sowas wie heute hab' ich noch nicht erlebt. Aber alles der Reihe nach:

Heute um 20:00 fand in Kelsterbach eine Stadtverordnetenversammlung statt. Tagesordnungspunkt 2 betraf die Entscheidung über den Verkauf des Kelsterbacher Waldes an die Fraport. Zum ersten Mal nahm ich als Zuschauer an so einer Sitzung teil. (Die sind öffentlich!) So ca. zehn vor sieben traf ich am Fritz-Treutel-Haus ein, hier befanden sich schon so ca. 30 Leute, die sich in der Folge rasch vermehrten (nein, nicht das, was Ihr denkt). So um viertel nach sieben wurde man dann eingelassen. Der Saal war ironischerweise bereits für die kommenden Faschingsfeiern bunt geschmückt, was dem ganzen "Theater" neben der reichlichen Präsenz von Polizeikräften einen unfreiwillig komischen Rahmen verlieh.



Als einer der ersten, die rein kamen, ergatterte ich einen Platz direkt in der ersten Reihe neben einer hypernervösen älteren auswärtigen Dame, die sich gar nicht mehr einkriegen konnte und pausenlos schwatzte und dadurch zu meinem Leidwesen das Interesse diverser Kamerateams auf sich zog. Als der Saal schließlich voll war, drängten sich vor der Tür noch Leute, die nur nach minutenlangem lautem Protest der Anwesenden eingelassen wurden, hier hatte ich das erste Mal die Befürchtung, daß die Stimmung kippt, aber nach Einlass der Leute beruhgte sich die Menge wieder.



Bei aller Zustimmung zu den Sachen, die meine Sitznachbarin sagte, fand ich das dann doch ein wenig anstrengend und suchte mit einen neuen Platz, zumal einige Zuschauer inzwischen die Plätze an den Tischen vor uns okkupierten, die eigentlich für die Presse gedacht waren. Ich setzte mich auf der linken Seite auf den Bühnenaufgang. Hier saß ich in erhöhter Postion und hatte einen guten Blick auf das Geschehen. Hier traf ich dann auch noch Christian, und auf der Bühne hinter den Plätzen von Bürgermeister und Stadtverordneten wurden unter dem Beifall der Gäste Transparente ausgerollt. Kurz vor Sitzungsbeginn entfernte man dann aus Angst vor Wurfgeschossen noch hektisch sämtliche Flaschen von den Tischen. Und dann ging's los.

Folgendes Sitzungsprotokoll entstand anhand meiner Mitschrift und erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf 100%ige Richtigkeit. Oder kurz: ALLE ANGABEN NACH BESTEM WISSEN UND GEWISSEN ABER OHNE GEWÄHR!!!


20:05:

Stadtverordneter Hardt eröffnet die Sitzung mit leichter Verspätung und muß schon gegen einige Störer anreden. Als erstes beantragt die WIK eine Änderung der Tagesordnung, nämlich die Streichung des besagten Tagesordnungspunktes 2, der Stadtverordnete Imbrognio von der WIK begründet wie folgt:

  1. Nach Einreichung diverser "Bürgerbescheide" soll die Entscheidung der Stadtverordneten nicht ohne vorheroige Anhörung der Bürger erfolgen.

  2. Desweiteren fehlen der WIK wichtige Unterlagen zum Ausbau, im einzelnen u. A. Information zur vorseitigen Besitzeinweisung durch den VGH Kassel. Ein übereifriger Abgeordeter der SPD fällt durch einen unqualifizierten Zwischenruf negativ auf und kriegt die Quittung in Form von Pfiffen aus dem Publikum und einer Rüge durch die WIK-Leute.

  3. Schließlich, so findet Imbrognio hat die Resolution der Stadtverordneten von vor über zehn Jahren, nämlich bis zum letzten gegen den Ausbau zu kämpfen, nach wie vor Gültigkeit und die Bürger müssten auf alle Fälle in den Entscheidungsprozess über eine Sache eingebunden werden, die den Werdegang von Kelsterbach für die nächsten 50 Jahre entscheidend bestimmt.

Imbrognios Vortrag erntete breite Zustimmung und Applaus unter den Zuschauern.


20:13:

In der anschließenden Abstimmung wird der Antrag mit den Stimmen der SPD und CDU unter großem Protest der Zuschauer abgelehnt.


20:15:

Die SPD beantragt, ohne vorherige Aussprache in die Abstimmung über den Verkauf des Waldes einzutreten. Jetzt wurde es richtig laut und der erste Schuh (ein Damenschuh) flog in Richtung CDU-Fraktion (und traf nicht).

Und dann ging alles ganz schnell. So schnell, daß ich es zuerst gar nicht mitgekriegt habe. In dem wachsenden Tumult wurde (wie ich später erfuhr) die Tagesordnung auf den Punkt 2 (Abstimmung über den Verkauf) reduziert und die Abstimmung innerhalb von 2 Minuten durchgepeitscht, ohne daß eine erkennbare genaue Stimmauszählung erfolgt wäre. (Später im TV hieß es, die Abstimmung wäre 32 zu 5 für den Ausbau ausgegangen.)

Begleitet von "Ockel Raus!"- Rufen verließ der Bürgermeister gleich im Anschluß unter Polizeischutz den Sitzungssaal, (und erhielt noch eine unfreiwillige Dusche durch einen übereifrigen Ausbaugegner) womit um 20:18 die Sitzung bereits beendet war, die laut Plan bis 23:45 laufen sollte. Damit war dann auch die geplante HR-Live-Übertragung der Sitzung geplatzt, ganz abgesehen von den anderen zu behandelten Tagesordnungspunkten. Der HR-Beitrag im Hessenjournal dauerte dann auch nur ca. 4 Minuten.

Es bleibt jedem selbst überlassen, was er von solch einem Verhalten zu halten hat. Ich finde jedefalls nicht, daß solche "Gewaltabstimmungen" ein Paradestück deutscher Demokratie sind. Hier wurde eiskalt eine (natürlich längst beschlossene) Sache durchgeboxt und so kurz wie möglich abgehandelt. Die Kelsterbacher Stadtverordneten jedenfalls haben (abgesehen von der WIK) ihr Ziel erreicht, ihre Glaubwürdigkeit angesichts der Versprechen vor der letzten Wahl aber vollends verspielt.

Im Anschluß rief jemand zu einer spontanen Demonstation auf und nach kurzer Rücksprache desselben mit der Polizei wurde ein Marsch zum Rathaus organisiert, der sogar von der Polizei begleitet wurde. Hier nochmal ein großes Lob an die Polizeibeamten, die das ganze unkompliziert und unbürokratisch ermöglicht und unterstützt haben. Und da auch die Demonstranten sich benehmen konnten, blieb bis zum Schluß alles friedlich und es kam nicht zu weiteren Auseinandersetzungen. So wie es sein soll.

Jetzt soll es noch einen Bürgerbescheid geben. Angeblich ist das noch eine Chance, den Verkauf zu verhindern, aber ich weiß nicht, inwieweit das überhaupt eine realistische Option ist.

Der HR schreibt übrigens im Teletext unter anderem: "Aufgebrachte Ausbaugegner stürmten den Sitzungssaal,[...]"

Also bei allem Protest ich hab' da niemanden "stürmen" sehen.

Bilder von S. Paegelow, vielen Dank dafür. :)
 
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Böses Erwachen

Freitag, 06. Februar 2009 19:41  
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Jetzt wo es ernst wird, wachen manche Leute auf. gerade die Bilder des gerodeten Waldes lösen bei vielen Bestürzung hervor, ganz zu schweigen von den Leuten, die plötzlich realisieren, daß ihr altes Spaziergebiet inzwischen Sperrzone ist. Und so wurde ich in den letzten Tagen ehrlich überrascht über diverse Leute, die sich vorher nur wenig Gedanken gemacht, auf einmal aber zumindest nicht besonders glücklich über die neue Bahn sind.

Außerdem hat der Bodenlärm in Kelsterbach bereits spürbar zugenommen. Das kann ich grade nachts schon zuhause feststellen und auch jemand anderem, mit dem ich heute geredet habe, ist dies bereits aufgefallen. Der fehlende Wald macht sich also schon negativ bemerkbar.
 
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Ein Bäumchen...

Donnerstag, 05. Februar 2009 22:26  
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...hat der liebe Roland zur Wahl geschenkt bekommen. Eigentlich der blanke Hohn, wenn man daran denkt, was gerade im Kelsterbacher Wald passiert.

Ich könnte grade schon wieder mal das Kotzen kriegen!
 
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Noch mehr Abweichler!

Donnerstag, 05. Februar 2009 20:46  
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Na sowas?

Koch nicht mit allen Stimmen der Koalition wiedergewählt (HR online)

Da stehen wohl einige doch nicht so hinter ihrem Chef wie dieser es gerne hätte.

Nicht nur in der SPD scheint es also Abweichler zu geben. Ob Koch und Merkel auch für diese vier Abgeordneten jenen "tiefen Respekt vor ihrem Mut" verspüren, wie sie dies für die Kollegen der SPD getan haben? Sicher nicht. Und die Vermutung Kochs, einige hätten ihre Wahlzettel wohl nicht mit der notwendigen Kraft durchgestochen darf wohl auch eher als Wunschdenken gedeutet werden. Einem Landtagsabgeordneten darf man wohl die Fähigkeit zusprechen, einen Wahlzettel richtig ausfüllen zu können.
 
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Märklin ist pleite

Mittwoch, 04. Februar 2009 21:40  
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Das mußte ja so kommen. Nach Arnold, Roco und Fleischmann hat es jetzt auch den Branchenprimus Märklin erwischt. Auch Tradition, Größe und Kultstatus schützen nicht vor Managementfehlern, einer verfehlten Produktpolitik und den daraus resultierenden Folgen. Und wer obendrein Personalkosten in Höhe von fünf Millionen einspart um dreizehn Millionen in sogenannte Berater zu versenken, dem gehört es eigentlich auch nicht anders. Schade nur, daß die Leidtragenden wieder mal die sein werden, die am wenigsten dafür können, nämlich die Beschäftigten. Bleibt noch die Hoffnung auf den Insolvenzverwalter, der wahrscheinlich ein besserer Manager sein wird als die ganzen anderen Hanswurste seit Mai 2006.
 
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Zensur bei Google Earth?

Montag, 26. Januar 2009 00:13  
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Ach, du dicke Fotze!

Bei Google Earth haben sie den Kelsterbacher Wald schon "dekartographiert":

Link zu Google

Bisher waren da alle Schneisen in der Kartenansicht sichtbar, jetzt herrscht das totale Nirvana. Und das sowohl mit dem Google Earth Client als auch in der Browserversion.

Würde mich brennend interessieren, wer das initiert hat. Ist Google da wirklich so aktuell, (oder vielmehr der Zeit vorraus) oder ist das vielleicht auf Initiative der Fraport geschehen, nach dem Motto "Unser Gebiet - löschen sonst Klage!" Komisch finde ich dabei außerdem, daß auch so ziemlich sämtliche Wege außerhalb des Fraport-Geländes gelöscht wurden.

Das erste, was ich morgen machen werde, ist mir bei der Stadt einen Stadtplan zu holen, solange es noch welche gibt mit dem alten Stand gibt. Und dann hab' ich ja auch noch mein Navi.

Ach ja, laut HR-Online gab's wohl doch ein bißchen Ärger heute, es sollte eine "Treibjagd" geben, um verbliebenes Wild zu verscheuchen, und die wurde dann durch Ausbaugegner gestört, woraufhin acht Leute festgenommen wurden. Den vollständigen Bericht findet Ihr wie gesagt bei HR-Online.
 
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Sperrgebiet

Sonntag, 25. Januar 2009 20:07  
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Wie versprochen hab' ich heute ein paar Bilder im und am Wald, bzw. dem, was noch übrig ist gemacht. Gestartet wurde die Photosafari beim Ortsausgang auf der Brücke "Fluhafenstrasse" und am Umspannwerk. Die ersten Bilder schoß ich direkt von der Brücke:










Das dunkle Rechteck im Vordergrund war übrigens ein Feld, die Grenze zur ehemaligen Waldfläche im Anschluß kann man aber noch gut erkennen. Um dieses Bild zu schießen, war einige Kletterarbeit erforderlich.




Hier wurde ich gleich von der Fraport Security angesprochen. Die Stimme aus dem Kabuff ("Hallo... hallo...") hab' ich dann aber bewußt überhört und bin ohne Kommentar wieder in's Auto gestiegen. Soweit ich das erkennen konnte, wurde drinnen anschließend zum Telefon gegriffen. Das Gespräch hätt' ich gerne gehört... "Achtung, hier photografiert einer..." (Uh, wie böse...)


Der zweite Mensch (saß in dem blauen Auto) sprach mich an und fragte, was ich denn hier photografieren würde und machte mich noch darauf aufmerksam, daß ich kein Sicherheitspersonal ablichten dürfe. Da ich niemandes Persönlichkeitsrechte verletzen möchte, hab' ich mich natürlich brav dran gehalten. :)

Weiter ging's zur Ticona. Auf dem Weg dahin ereignete sich das nächste Gespräch mit der Fraport Sicherheit. Ich stand photobereit am Zaun und bat den Menschen auf der anderen Seite höflich: "Könnten Sie bitte zur Seite gehen, ich möchte ein Photo machen und Ihr Kollege hat gemeint ich dürfe Sie nicht photografieren." Und ob Ihr's glaubt, oder nicht, der Typ gab das Motiv frei wenn auch mit Murren. Frechheit siegt eben. So entstanden folgende Bilder:







Weiter vorne und nach Passieren einer ganzen Batterie Polizeiautos kommt man zu einer Art Holzfällercamp:





Man kann dort übrigens direkt an der Ticona parken (3 Stunden mit Parkscheibe). Von da aus ging's am Zaun entlang in den Wald:











Ein Rentner, der laut eigenem Bekunden seit 35 Jahren in dem Wald spazieren geht, erzählte mir von ein paar übriggebliebenen Rehen, die sich in einem Karree von 3-4 HA verschantzt haben, weil sie sonst nirgendwo mehr hin können, wir liefen eine Weile zusammen, dann bog er in das Dikicht ab um nachzusehen, ob das Dammwild noch da ist.

Ich lief die "Gelbe Grundschneise" weiter, die normal am Mönchwaldsee (und damit am Waldbesetzercamp) vorbei bis an die Orkrifteler Strasse führt. Irgendwann stand ich dann aber auch hier vor einem Zaun, besagte Schneise ist schon einige hundert Meter im Vorfeld des Camps abgesperrt:


Westliches Tor zum Baumbesetzercamp

Aus Mangel an Alternativen (alles abgesperrt) nahm ich den gleichen Weg, den ich gekommen war. Den Dammwildliebhaber sah ich immer noch im Wald stehen, sehr rührig, der Mann.


08°30'08'' Ost / 50°02'03'' Nord


Ein Haufen Verkehr im Wald in den letzten Tagen





Baumfresser

Auf dem Rückweg sah ich dann einen Trupp Polizei in voller Kampfmontur aus dem Wald kommen. ich hoffe, da hat's nicht gekracht. Habe heute noch nicht in die Nachrichten geschaut, gehe gleich nochmal zu Roman und Karina in's Brauhaus, danach werd' ich mal schauen, ob das Internetz was hergibt.
 
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Am Ende sind sie doch alle käuflich.

Freitag, 23. Januar 2009 23:48  
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Wieso hab' ich erst heute mitgekriegt?

Kelsterbach lässt Klagen gegen Flughafenausbau fallen (FAZ.net)

Jetzt hat er's doch gemacht, vorgestern hat sich Ockel für 32 Millionen Euro kaufen lassen und sich durch den sogenannten Kompromiss auch die letzte Chance verbaut, wieder in den Besitz des Waldes zu gelangen, zumal es auch künftig sehr schwer werden wird, gegen künftige Wahnsinnsprojekte zu opponieren, nachdem man diesen "Pakt" erstmal eingegangen ist. Wundert mich sowieso, daß das so noch ging, dachte ja eigentlich, daß der Wald bereits enteignet wurde und die Rodungsarbeiten hatten ja auch schon Dienstag begonnen. Ich glaube daher eher, daß die Fraport sich auf diesem Weg nachträglich legitimieren wollte. Macht sich immer besser, wenn solche Aktionen "freiwillig" geschehen.

Und so wird Kelsterbach salamiweise versilbert, heute der Bannwald, in Kürze auch der Taubengrund, wann folgt der Rest? Vor einigen Tagen hab' ich ja schon prophezeit, daß Fraport den Taubengrund gerne an sich reissen würde (Stichwort Casa), jetzt haben sie's mit einem Streich geschafft, damit ist eine weitere Grundlage für künftigen Ausbau welcher Art auch immer geschaffen. Was hindert die Fraport dann noch daran, das Areal einzuzäunen und in den Fluhafen aufgehen zu lassen? ich bin mir ziemlich sicher, daß das früher oder später geschieht.

Ockel muß sich den Vorwurf gefallen lassen, die anderen Kommunen (und nicht zuletzt die eigenen Bürger) verraten zu haben. Rüsselsheim, Raunheim, Flörsheim, Offenbach und die anderen Leidtragenden sehen nämlich keinen Pfennig von dem Geld, den zusätzlichen Lärm haben sie trotzdem. Und reservierte KITA-Plätze für Fraport-Mitarbeiter, die noch nicht mal in Kelsterbach wohnen müssen, werden vielen Kelsterbachern sauer aufstossen, das ist dann de facto eine Zweiklassengesellschaft, Fraport/Nichtfraport. Auch das Engagement an der Gesamtschule kann man durchaus kritisch sehen, ist es doch eine prima Möglichkeit für die Fraport, sich gefügige Flughafenloyalisten heranzuziehen, künftige Befürworter weiterer Ausbauprojekte. Ob diese sogenannten "Jahresarbeitsplätze" in den prognostizierten 100.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen schon miteingerechnet sind? Garantiert.

Mein Vertrauen und meinen Respekt hat dieser Bürgermeister jedenfalls verloren. (Und meine Stimme auch.) Sicherlich hat Kelsterbach finanziell einen guten Schnitt gemacht, es bleibt aber die Frage, ob die Verluste (besonders der kommunalen Selbstständigkeit) diesen Preis wert waren. Aber am Ende sind sie eben alle gleich. Wenn man nur lange genug mit ein paar bunten Scheinchen vor ihrer Nase rumwedelt, werden sie gefügig. ein bißchen mehr Rückgrat, Solidarität und vor allem Konsequenz in der Vertretung der eigenen Standpunkte hätte ich mir hier wirklich gewünscht. Wie war das noch, Herr Ockel "Widerstand bis zum Letzen", das (oder sinngemäß) waren doch Ihre Worte im Wahlkampf und danach. Zumal Kelsterbach finanziell wirklich nicht notleided. Oder vielleicht doch? Irgendwer muß ja auch mal die völlig überteuerten Häuser im Länger Weg kaufen. Das gäbe doch eine prima Fraportloyalisten-Siedlung ab.
 
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Rost

Donnerstag, 22. Januar 2009 22:19  
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Die Touren durch den Schnee waren wohl keine so gute Idee. Die Kette von meinem Fahrrad ist vollkommen verrostet. dachte nicht, daß das so fix geht, vor allem, da ich eigentlich immer satt geschmiert habe. Zum Schluß Sprang sie im höchsten Gang ständig über, deswegen hab' ich das Ding gestern mal auseinandergenommen, nachdem auch ein Einstellen der Schaltung keine befriedigenden Ergebnisse mehr brachte.

Das Ding ist hoffnungslos fest, einzelne Glieder lassen sich keum noch bewegen! Bin jetzt erstmal großzügig mit Rostlöser dran, (Viel hilft viel!), irgendwie hab' ich die Hoffnung, die Kette noch bis zum Frühling fahren zu können, nächste Inspektion beim Händler war eigentlich erst für April vorgesehen, öfter als einmal im Jahr will ich da eigentlich nicht hin.

Hab' außerdem Kampfspuren am Schaltwerk entdeckt, scheint's hat das bei dem Sturz neulich doch was abbekommen. Hoffentlich ist es nicht verbogen. Scheint zumindest freigängig zu sein, auch wenn mir die Federspannung etwas lasch erscheint. Möglicherweise sind die aber auch einfach nur total verharzt.

Generell sieht die Mühle schlimm aus. man sieht, daß ich im letzten Jahr hauptsächlich gefahren bin und nicht geputzt hab'. Die Dreckspritzer am Rahmen sind noch das harmloseste. Bremsen, Schaltung, überall hängt der Siff drin. Aus dem Ritzelblock hab' ich meterweise Stoff rausgezogen, die Fäden hatten zum Teil eine Länge von über einem Meter, ich glaub', ich muß das Paket auseinandernehmen, um alles rauszuholen. Scheint's die letzten Überbleibsel des gescheiterten Experiments im letzten Sommer, mein rechtes Hosenbein mit dem Bendel aus einer THW-Hose zusammenzubinden.

Im IBC-Forum hab' ich was zu meinen Rapidfire-Schalthebeln entdeckt, die sind bei mir zum Teil recht schwergängig, bzw. kommen nicht von alleine zurück, das Problem haben wohl viele Leute und es lässt sich recht einfach durch innere Reinigung beheben. Also werd' ich die dann wohl auch mal aufmachen und das alte Fett rausholen.
 
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