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Das Logbuch:

Geschichten aus meinem Leben, Gedanken zu aktuellen Themen und sonstiger geistiger Unrat. Auch wenn mir vielleicht gar keiner zuhört, so darf ich hier wenigstens ausreden.

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Verspätete Wochenendbilanz

Donnerstag, 11. Januar 2007 00:04  
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Endlich hab' ich mal wieder kurz Zeit. Kurz zur Party letzten Freitag: (Ich hab's angekündigt, also muß ich zumindest ein bißchen was zu schreiben.)

Wie gesagt, ein einschneidendes Erlebnis. Der Altersschnitt lag irgendwo zwischen 17 und 20. Ich habe das erste Mal das Gefühl gehabt, richtig alt zu sein. Zugleich war ich aber auch das erste Mal richtig froh, nicht mehr 20 zu sein. Aus heutiger Perspektive kam mir ein Großteil (nicht alle) dieser Menschen unheimlich albern und kindisch vor, und ich kann kaum glauben, daß man selbst wohl auch mal genau so war.

Am Samstag habe ich dann einen sehr interessanten Menschen kennengelernt. Jemanden, der offenbar einen Großteil meiner Erfahrungen teilt. Außerdem hätte ich nicht gedacht, daß außer mir noch jemand Phöenix schaut. :D Ich hoffe, daß das nicht das letzte Treffen war.

Recht spontan und unerwartet gings abends dann noch nach Mainz auf Kneipentour. Insgesamt ein sehr lustiger und entspannter Abend, obwohl ich eines der armen Schweine war, das fahren mußte. Ich lerne meinen Freundeskreis immer mehr zu schätzen. Da ich Sonntags morgens THW hatte, fiel die Nacht dann wie die letzte auch leider recht kurz aus, was ich am nächsten Tag mit üblen Kopfschmerzen bezahlen musste.

Sonntag abend hatte ich dann noch ein längst überfälliges Treffen mit Verwandten, die ich viel zu lange nicht mehr gesehen habe, was in einem Vierstunden-Gespräch endete, in dem ich viele aufschlußreiche, aber gleichzeitig auch viele erschreckende Dinge erzählt bekommen habe. Meine Familiensituation ist momentan ein wenig schwierig, da zwischen Teilen gerade die totale Nonkommunikation herrscht. (Nicht, daß diese Problematik neu für mich wäre, haha!) Will hier aber nicht näher drauf eingehen, das gehört hier nicht hin.

Morgen geht's erstmal nach Hamburg, den Austragungsort für das nächste Azubi.net-Event begutachten. Hoffentlich klappt alles.
 
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Vom Verdrängen, der Kunst der Gleichgültigkeit und von den bösen Geistern

Samstag, 06. Januar 2007 02:23  
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Heute nacht blieb mir eine Konfrontation erspart.

Ich bin Donnerstag kurzfristig für Freitag abend auf einen Geburtstag eingeladen worden. (Womit sich die Frage nach Bruch auch erledigt hatte.) Auf dieser Feier sollte auch eine Person sein, die mir vor einiger Zeit mal ziemlich weh getan hat, und zu der ich seither jeden Kontakt vermieden habe, was nicht immer einfach war und oft sogar zu persönlichen Einschränkungen geführt hat, da ich z.B. aufgrund ihrer Anwesenheit selbst meine Lieblingsplätze gemieden habe.

Ich beschloß trotzdem oder gerade jetzt erst recht hinzugehen, doch war die betreffende Person plötzlich doch verhindert. Zuerst war ich erleichtert, dann aber machte ich mir klar, daß das eigentlich wieder nur ein Aufschub ist. Irgendwann werd' ich mich der Sache stellen müssen, mich frei machen von den Fesseln, die ich mir habe anlegen lassen und die Wut und Verletztheit abwerfen, die mich seitdem so oft behindert und die mich maßlos ärgert, weil mein Verstand sich zurecht dagegen wehrt, daß ich mich durch die (Un-)Taten anderer in meinem Leben einschränken lasse. Ich glaube, das was ich suche, ist Gleichgültigkeit. Ich möchte der Person gegenüberzustehen können und nichts empfinden, das Gefühl haben, daß es egal ist, ob sie anwesend ist oder nicht, möchte weder Hass, noch Wut oder sonst irgendein Gefühl empfinden.

Ein Stück weit beneide ich die Menschen, die diese "Leck-mich-am-Arsch-Mentalität" haben, gleichzeitig hasse ich sie für eben diese Gleichgültigkeit, da ich selbst ein Mensch bin, der sich über vieles Gedanken macht, und nicht verstehen kann, wie manche über schlimme Dinge hinwegsehen können, ohne mit der Wimper zu zucken, während ich innerlich koche. Leider sind Menschen wie ich immer die Verlierer im Leben, da sie durch Dinge leiden, die an den anderen einfach wirkungslos abprallen, womit sich mal wieder die These bestätigt, daß man es mit Skrupellosigkeit oft einfacher hat im Leben.

Zurück zum Thema! Schon oft in meinem Leben habe ich negative Einflüsse einfach weggeschlossen und zu Menschen, die mir mehr schadeten als gut taten, den Kontakt abgebrochen, angefangen bei meiner Mutter und schließlich deren gesamter Familie. Was das angeht bin ich ein Meister im Verdrängen. All meine bösen Geister habe ich eingesperrt, versteckt in einem tiefen Kerker, der mit jedem neuen Geist immer voller wird. Das ist wie eine verborgene Entzündung, abgekapselt und verschlossen, damit sie sich nicht ausbreitet, aber nie wirklich verheilt, Schadensbegrenzung quasi. Die Frage ist, ob es der richtige Weg wäre, sich den bösen Geistern zu stellen, vielleicht kann man sie endgültig besiegen, vielleicht lässt es sie aber erneut frei, und sie wüten schlimmer als zuvor.

Vielleicht werd' ich es irgendwann herausfinden, wahrscheinlich schon viel eher, als mir lieb sein wird.

Genug Psycho-Blech für heute, ein paar Worte sollte ich vielleicht noch zur Party loswerden, oder? Ein 18. Geburtstag und ein recht einschneidendes Erlebnis. Aber ich glaube das mach' ich doch besser morgen.

Gute Nacht!
 
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Chaos

Donnerstag, 04. Januar 2007 21:30  
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...'ne Putzfrau wär' auch nicht schlecht. In der Küche stapelt sich mal wieder das Geschirr. Wer sich berufen fühlt, und gerne Abwasch macht, ist herzlich eingeladen. :D

Das Wochenende kommt näher. Ich schwanke noch, ob ich morgen abend in den Bruch gehen soll. Lust hätte ich, außerdem ist der erste Freitag im Monat, und da ist das Programm in der Regel besonders gut, allerdings muß ich Samstag wieder früh raus, und früher als zum Schluß nach Hause gehen geht ja nicht! ;o)
 
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Ein ruhiger Start

Dienstag, 02. Januar 2007 23:57  
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Grmbl..... der Vorsatz, heute mal früher zur Arbeit zu erscheinen, ist mal wieder am inneren Schweinehund gescheitert. Aber ist auch schwer, wenn man sich am Vorabend bis weit nach Mitternacht mit Terrorkindern im Drummerforum rumärgern mußte, morgens zeitig aus der Falle zu hüpfen. Also wiedermal bis Acht malocht, um kein Minus aufzubauen. Arbeit war dafür allerdings mal sehr entspannt, viele sind noch im Urlaub, und so gibt es kaum jemanden, der einen beim Werkeln stören kann.

Am Abend hab' ich einigen längst überfälligen Papierkram erledigt. Ich glaub', ich brauch' 'ne Sekretärin...
 
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Alles auf Anfang...

Montag, 01. Januar 2007 23:30  
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Anläßlich des Jahreswechsels hab' ich beschlossen, diesen Blog zu starten, nachdem es mit dem Fertigstellen meiner Homepage in diesem Jahrhundert wohl nichts mehr wird und ich den Webspace ja irgendwie nutzen muß. Los geht's...

Da ist es nun, das neue Jahr, sehnsüchtig erwartet nach dem Katastrophenjahr 2006, in dem für mich so ziemlich alles in die Hose ging. Ich will hier nicht schon wieder alte Wunden lecken, nur soviel: Danke an alle diejenigen, die mir in der Zeit zur Seite standen, mir immer wieder aufgeholfen und nicht zuletzt auch mein Gejammer ertragen haben.

Die Silvesterfeier war ganz passabel, nicht ganz so lustig wie letztes Jahr, aber wir waren auch viel weniger Leute, ich denke, wir haben das beste draus gemacht auch wenn ich meinen Plan, alle meine 2006er-Kalender zu verbrennen nicht durchführen konnte, da ich nicht wußte, wo, aber das hole ich nach. Heute morgen bin ich dann nach kurzem Schlaf gänzlich unverkatert aufgewacht. Danke an dieser Stelle nochmal an Martin & Ela, dessen Gastfreundschaft ich mal wieder genießen durfte, was mir eine teure Taxifahrt erspart hat.

Schauen wir mal, was das neue Jahr bringt, gibt schon ein paar vielversprechende positive Ausblicke, z.B. hab' ich vorgestern einen Brief meiner KFZ-Versicherung bekommen, daß ich wegen dem offiziell noch ungeklärten Unfall im September jetzt doch nicht vorläufig hochgestuft werde und meine Prozente behalten darf. Auch einige andere Dinge machen Hoffnung aber davon erzähle ich zu gegebener Zeit vielleicht mal... :o)
 
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