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Das Logbuch:
Geschichten aus meinem Leben, Gedanken zu aktuellen Themen und sonstiger geistiger Unrat. Auch wenn mir vielleicht gar keiner zuhört, so darf ich hier wenigstens ausreden. Seite: [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] 13 [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] |
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| Montag, 02. August 2010 01:42 | Permalink |
Ja, tatsächlich, ich habe es geschafft und bin in Hamburg angekommen. Tatsächlich bin ich fast schon wieder weg, soll heißen, morgen, vielmehr nachher geht's weiter. Ich sitze hier noch an Petras Rechner und versuche den Rückweg zu planen und in mein GPS einzuspielen. Vorerst aber noch schnell die letzten drei Etappenberichte abgetippt:
Etappe 04: Bad Driburg - Hannover, 06.08.2010
Es war die erste Etappe ohne Wegbeschreibung, nur mit einer Liste der zu durchfahrendsren Städte und ansonsten nur als Route im GPS gespeichert. Das hat erstaunlicherweise super funktioniert, die wenigen Verfahrer wurden meist sofort bemerkt und korrigiert, was viel Zeit eingespart hat, die ich leider nachher im Regen wieder verlieren sollte.
Die Beine waren nicht ganz so schwer wie auf der vorherigen Etappe, trotzdem lasse ich es ruhig angehen und rolle gemächlich dahin. Der Trend der letzten beiden Tage setzt sich fort, Berge ja, aber sie werden flacher. Einzig der letzte Buckel hatte es wirklich in sich, das war kurz hinter einem Ort namens Springe, wo es nochmal einige Kilometer über groben Schotter steil bergauf durch den Wald geht.
Ebenso steil geht es auf der anderen Seite wieder runter und meine Bremsen müssen nochmal so richtig arbeiten. Das war dann aber auch der letzte ernstzunehmende Berg und es geht über Felder hinaus auf's platte Land. Die Radwegsbeschilderung in Niedersachsen ist übrigens genauso lückenhaft wie in NRW, dafür wird man per Schild auf schlechte Wege hingewiesen (wie nett), größtes Ärgernis war wieder mmal der Regen, der mich mehrmals unter Brücken, in Bushäuschen oder Tankstellen und im Zweifelsfall sogar unter Privathausdächer trieb. (wo ich das Gespann auch prompt umwarf), so büßte ich viel Zeit ein und 3-4 Stunden der 5 Stunden Pausenzeit gingen wohl so drauf. Mein Rad fing kurz vor Hannover an zu quietschen und ich dachte zunächst an das Tretlager (zum Glück ein Irrtum.
In der riesigen Jugendherberge Hannover war der Teufel los, komplett belegt, überwiegend Jugendliche, dem Anschein nach aus ganz Europa, eine Megazucht in der Bude, welch eine Kontrast zur Ruhe in Bad Driburg, wo ich einer von fünf Gästen war. An kam ich um 21:15, nach Einchecken, Rad abstellen (sehr guter, trockener und warmer Fahrradkeller), Sortieren und Duschen war es viertel nach elf und kein restaurant in der Nähe hatte mehr auf. Also kam die Lupine das erste Mal zum Einsatz und ich machte mich solo auf den weg in die Innenstadt, um was zu essen zu besorgen und erlebe Hannover bei Nacht, was nicht allzuprickelnd ist, irgendwie ist ein Haufen Idioten unterwegs, aus dem Auto heraus brüllt mich einer unartikuliert an.
Im Vollblastmodus ist die Lupine übrigens eine Wucht, im Sparmodus schon eher ein Positionslicht aber immer noch heller als der Großteil der "zugelassenen" Radlampen.
Eigentlich wollte ich zu Subways, aber die hatten schon zu. Auf der Suche nach dem nächsten Fast Food- Tempel fand ich dann eine Dönerbude und schlug kurzentschlossen zu. ("Hammel- oder Hähnchenfleisch?") Gegessen wurde "daheim", also in der Jugendherberge, während ich das Tourtagebuch schrieb und nochmal den Tag auswertete. 110 km standen heute auf der Uhr bei einem Fahrtmittel von 14,1, was ganz ok ist.
Mein Zimmer teilte ich mit einem jungen Burschen namens Manuel aus München, der spontan Urlaub in Deutschland macht. Ich schätze ihn auf 18 bis 20, er ist ein ruhiger und netter Vertreter und schnarcht auch nicht, sehr gut!
Etappe 05: Hannover - Bispingen, 06.08.2010
Die Hannoveraner Massenabfertigung setzt sich auch beim Frühstück fort, ein riesiges Buffet, alleine das Teebeutelsortiment ist so groß wie bei anderen das ganze Buffet. Ich hab' nicht allzuviel Hunger, aber ich mache mir zwei Brote extra und lasse sie unauffällig in meiner Tasche verschwinden.
Beim morgendlichen Service treffe ich auf weitere Radler, Moritz z.B. ist unterwegs von Hamburg nach Barcelona. (Soviel zum Thema, ich wäre bekloppt!) Er hat sein Gepäck komplett am Rennrad verstaut, und fährt ebenfalls Etappen von rund 80 - 100 km. Wir haben mal Adressen ausgetauscht und er hat mir ein paar Radläden in Hamburg genannt, zu dem Zeitpunkt vermutete ich noch ein kaputtes Tretlager, aber es waren wohl doch nur die trocken laufenden Schaltungsröllchen, diue quietschten, nach ordentlich Öl war das Geräusch nämlich weg. Moritz ist noch bis zum 20.08. unterwegs, bzw. muß er bis dahin angekommen sein, will er seinen Rückflug erwischen. Da wünsche ich an dieser Stelle viel Glück.
Die heutige Tour verlief weitgehend problemlos, zum ersten mal verlief das fahren nach Wegbeschreibung fast perfekt, ein paar kleine verfahrer gab's zwar immer noch, aber die wurden ganz schnell korrigiert. Schnell und sicher ging es durch Hannover auch wenn ich einmal fast in einen Pulk von fünf Radler fuhr, die mir auf der linken Seite entgegen kamen. Als ich in der Nähe eines Zebrastreifens einen kurzen Orientierungshalt machte, wurde ich von mehreren Autos angehupt, die offenbar darauf warteten, daß ich die Strassenseite wechselte, ob wohl ich wirklich keine Anstalten dazu machte. Offenbar ist bloßes rumstehen innerhalb von 10 m um einen Zebrastreifen in Hannover verboten. relativ aprupt ging es dann aus Hannover arsue und über die A44. Nördlich davon folgte erstmal kilometerweise plattes Land, Keine Erhebung, soweit das Auge reicht, Heide unterbrochen von Feldern und ab und zu einem Wäldchen.
Erste Irritation gab es als ich an eine Schranke kam, die auf militärisches Übungsgelände hinwies, durch die meine Route gehen sollte. Kurz darauf kam ein Mann mit einem Bagger, der die Schranke öffnete und mir versicherte, daß man da durch dürfe, also weiter und wie ich kurze Zeit später sah, war ich auch nicht der einzige. Weiter ging's über Heide, Felder, Wälder und Käffer, dabei alle Arten von Wegen, von Matsch über Schotter bis Asphalt, aber nichts unfahrbares dabei, am unangenehmsten waren noch die Kopfsteinpflasterpassagen, die aufgrund der prallen Räder holprig waren. Auch das Wetter war heute auf meiner Seite, keinerlei regen, allenfalls der Wind war ein wenig lästig, meist von der seite, ab und zu von vorne, selten auch mal von hinten. In einem 5-Häuser-Dorf wurde ich von vier Hunden gejagt, die von einem privaten Grundstück einfach laut bellend auf die Strasse und hinter mir her rannten. Verdammte Drecksköter! Das ist so ein Grund, warum ich Hunde hasse! Angesichts dieser Meute gab' ich erstmal Fersengeld, gerne hätte ich ein paar Worte mit dem Besitzer gewechselt.
Irgendwann kam ich an den nächsten Truppenübungsplatz, offenbar ursprünglich von den ehemaligen englischen Besatzern, inzwischen Nato, hier ging es auf einer breiten Landstrasse, allersings ohne Seitenstreifen durch auf der auch ein Haufen Engländer unterwegs waren, die man auch ohne Ansicht des Nummernschilds am Fahrstil erkannte, die fuhren nämlich wie die Henker. Grundsätzlich viel zu schnell und so dicht an einem vorbei, hätte ich den Arm ausgestreckt, hätte ich den Außenspiegel abbekommen.
Im letzten Drittel der Etappe wurde es doch noch mal ein wenig hügelig, allerdings lachhaft verglichen mit dem, was ich hinter mir hatte. Bis zum Zielort ging es dann größtenteils entlang gut ausgebauter Landstrassen mit und ohne extra Radweg entlang, ab und zu muß ich auch mal über einen Feld- oder Waldweg. Dabei treffe ich bis kurz vor Bispingen immer iweder auf Artillerie- und Panzerübungsplätze und militärisches Sperrgebiet, die ganze Heide scheint ein einziger Truppenübungsplatz zu sein.
Die DJH Bispingen liegt noch vor dem Ort an der Strasse im Wald. Kurz vor der Ankunft kommt mir was großes braunes gemütlich entgegengetrottet. Was ich erst für einen Minibraunbär halte, entpuppt sich als besonders haariger Hund, der offenbar alleine unterwegs ist. Er schaut etwas verblüfft, macht dann aber Platz und trottet unbeirrt weiter.
Habe das versprochene Einzelzimmer bekommen, werde allerdings im Keller einquartiert, hat ein bißchen was von Führerbunker mit unverputzter Betondecke und Wänden, die grade mal weiß gestrichen wurden, außerdem ist es relativ kühl, aber eigenes Klo und Bodendusche. Für die Kackspuren im Klo und den vollen Mülleimer bietet man mir ein kostenloses Abendessen an, daß ich in ein Lunchpaket umwandeln lasse, auf dem Bett liegt außerdem ein Nivea-Probierset, das sollte für den Rest der Tour reichen. Nach einer Dusche bin ich in den Ort runter, erst zum Penny, Batterie- und Riegelvorrat auffrischen und dann zum Abendessen. Bei "De Ole Döns", der mir von der Herbergsmutti empfohlen wurde, kriege ich einen phänomenalen Rotbarsch mit Erbsen und Karotten und Bratkartoffeln, das beste Abendessen bisher. Das Hauspils "Wittinger" ist ein wenig dünn, aber ok, jedenfalls besser als die Alternative (Warsteiner). Aufs Essen musste man leider relativ lange warten, es war ziemlich voll und die Bedienung erschien mir reichlich bocklos. Zum Nachtisch gönnte ich mir noch Pfannkuchen mit Vanilleeis, anschließend ging es durch kalte ssternklare Nach zurück in die Herberge und todmüde in's Bett.
Etappe 06: Bispingen - Hamburg, 06.08.2010
An diesem Morgen kam ich nur sehr schwer aus dem Bett, was auch an der Kälte im Zimmer lag. Also erst noch mal heiß geduscht, bevor es zum Frühstück ging, das jugendherbergstypisch ausfiel. Zum versprochenen Lunchpaket gab's ein Wasser im Tetra-Pak, das perfekt in den Flaschenhalter passte. Der Braunbär von letztem Abend war übrigens der Hund der Herbergseltern, ein gemütlicher Zeitgenosse, der laut Aussage der Mutti gerne selbst seine Runde dreht so wie auch letzten Abend.
Genau um zehn Uhr bin ich gestartet, ein wenig verwundert wie schwer die Beine waren, da ist der Vortag wohl doch kräftezehrender als gedacht gewesen. Entsprechend piano ging es los und ich fuhr gleichmäßig wenn auch nicht eben schnell. Wieder funktioniert das Fahren nach Wegbeschreibung gut, meistens geht es über Radwege an Landstrassen, ab und zu ist auch ein Stück Sandweg durch die Pampas dabei. Am Ende von Nindorf traf ich auf ein Ehepaar mit Liegerädern, worauf sich ein interessantes Gespräch entwickelte, das mich eine halbe Stunde gekostet hat, die ich gerne investierte, denn die Liegeräder sind schick und am Yak ist man auch sehr interessiert. Als die beiden mich schließklich noch zum Kaffee einladen wollen, hab' ich aber doch abgelehnt, so gerne ich mitgekommen wäre, aber das hätte wohl doch zu lange gedauert. Als wir uns verabschiedet haben, frage ich mich, ob wir Adressen hätten austauschen sollen.
Die Gegend ist nach wie vor etwas hügelig, bisweilen kommt sogar Mittelgebirgsfeeling auf, daß nur durch die nordische Archtektur unterbunden wird. Kurz vor Harmstorf kommt ein Porsche von hinten angeblasen, überholt drei Autos und schafft es grade so zurück auf seine Spur, bevor er in einen Pulk Motoradfahrer krachen würde. Anschließend kachelt er mit bestimmt 120 Sachen in den Ort hinein. Es gibt schon echte Vollidioten.
Weiter ging es über die Käffer recht direkt nach Norden. An der Grenze zwischen Niedersachsen und Hamburg kam ich dann auf einen Wurzel, der XL bestimmt Spaß gemacht hätte, mit dem Bob aber echte Arbeit ist, über einen Baumstamm und zwei Riesensteine muß ich das Gespann schieben. Auf diesem Weg ließ ich ein Pärchen hinter mir, die sich ein wenig anstellten, in Harburg am Bahnhof sollte ich sie dann wieder treffen. Weiter ging es über die südlichen Vororte, schließlich Harburg und dann über die Süderelbe nach Wilhelmsburg, die Wegbeschreibung ist immer noch akkurat, auch wenn ich die falsche Brücke erwische.
Allmählich kommt mehr Industrie und Hafengelände. Ein Fußgängerbahnübergang ist so eng verschachtelt, daß ich ihn nebenan über die Gleise umgehen muß, was gerade so hinhaut. Auf dem Weg zum Elbtunnel traf ich auf immer mehr Radfahrer und Touristen. Am Elbtunnel angekommen, der Samstags für Autofahrer gesperrt ist, ging es erstmal mit einem Aufzug in die Tiefe. Mit in der Kabine ist einer, der mich fragt, der mich fragt, ob ich noch an's Nordkap will. Ich erkläre das Ziel meiner Reise und erfahre, daß ich mir mit den Cruise Days offenbar den richtigen Zeitpunkt für einen Besuch ausgesucht habe. Der Elbtunnel selbst ist gar nicht so lange, und ich kam relativ schnell am anderen Portal an. In der Tat war der Aufzug hier voll, mit mir noch vier Räder und fünf bis sieben Leute extra. Der Platz an den Landungsbrücken war ebenfalls voller Menschen, was ich aber rasch hinter mir lassen konnte. Als viel größeres Problem stellte sich die andere derzeitige Hamburger Großveranstaltung heraus, der Dom, wegen dem ich die Glacischausse umfahren musste, ein weiteres Problem sind die Glasscherbenteppiche, die um den Festplatz herum die Wege bedecken. Mein Navigon lotste mich durch einen Park voller Wasserspiele und wollte mich über diverse Treppenausgänge aus ihm herausschicken. Irgendwann fand ich einen Ausgang und kam weiter. Unterwegs kam ich noch an einem Biokostverkaufswagen vorbei, bei dem ich noch ein Wasser bekomme, bevor ich bei Petra einlaufe.
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| Donnerstag, 29. Juli 2010 09:59 | Permalink |
Halbzeit, höchste Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Sitze hier in der DJH Bad Driburg und da ich an mein Editiermenü nicht über das öffentliche Herbergsinternet rankomme, hat mir der Herbergsvater freundlicherweise zum Hochladen kurz mal seinen Laptop überlasen - danke dafür!
Etappe 01: Kelsterbach - Marburg, 26.07.2010
Die Tour fing äußerst "nass" an, aufgrund des saumäßigen Verhältnisse hab' ich vom ersten Tag leider so gut wie keine Photos.
Erstmal bin ich schon viel zu spät losgefahren, bis ich endlich fertig war, war es halb zwei. Bis Steinbach kam ich normal voran, dann fing es an zu schütten. Aufgrund des Zeitdrucks entschied ich mich, trotzdem weiter zu fahren, eine Regenjacke hatte ich dabei, die zugehörige Hose aber leider aus Gewichtsgründen zuhause gelassen. In Bad Homburg hab' ich mich dann das erste mal verfahren, da es die Strasse, die ich suchte anscheinend nicht mehr gab, obwohl ich laut Navi direkt darauf stand. Das Navi lotste mich dann aber doch Richtung Kaiser-Friedrich-Promenade, wo ich meinen Weg wieder fand. Inzwischen war meine 3/4 Überhose so durchnässt, daß ich sie auszog und nur mit der Innenhose weiterfuhr. Sah garantiert äußerst schwul aus, aber das war mir in dem Moment egal, Hauptsache nicht mehr den nassen Lappen an den Beinen, und die Regenjacke hing ja auch noch drüber. Erstes Opfer der Fahrt wurde die Gepäckspinne, die sich irgendwann im Wald an der A5 löste und sich in die Hängerradnabe wickelte. (Zum Glück nicht in die Speichen, sonst wäre der Trip wohl hier schon zu Ende gewesen.) Als ich an der Raststätte Wetterau vorbei war, hörte es endlich mal auf zu regnen und ich machte die erste kurze Pause. Da sah das Gespann schon aus wie Sau, das kurze Stück durch den Wald hatte bereits seine Spuren hinterlassen.
Anschließend hab' ich mich von Ort zu Ort gehangelt, meine mühsam zusammengestellte Wegbeschreibung dabei nur teilweise zu Rate gezogen und oft das Autonavi bemüht. Aber auch das war nicht immer hilfreich und wollte mich einmal sogar auf die Autobahn lotsen, was ich nur durch einen Ausflug hinter die Leitplanke in die Botanik noch verhindern konnte, was noch mehr Sauerei Am Gespann machte. Irgendwie hab' ich es dann doch bis nach Giessen geschafft, von dort aus war dann der Radweg bis nach Marburg wunderbar ausgeschildert und ich kam Am Ende trotz erneuten Regens noch ganz gut voran und erreichte die Herberge noch rechtzeitig um 21:45.
Sehr ungehalten war ich, daß man trotz Bestätigungsmail meine Einzelzimmerbuchung verschlampt hatte. Half aber alles nichts und so kam ich in ein Mehrbettzimmer mit allerdings sehr netten Mitbewohnern. Drei Polen, Anja, Ada und Sebastian, die ihrerseits eine Autobahntour durch Deutschland machten und schon 1000 km hinter sich hatten, jetzt waren sie bereits auf dem Weg zurück nach Hause.
Deutliche Spuren hatte die Nässe hinterlassen, die Schuhe waren total durch und sind bis heute nicht trocken, selbst das eigentlich eingepackte Handy hatte vom Kondenswasser Tropfen im Display, die Tasten funktionierten nur noch teilweise und ich schaltete es vorsichtshalber erstmal aus. Fahrad, Hänger und Tasche waren sowieso total vermatscht, die Tasche hab' ich in der Dusche erstmal notdürftig abgewischt, bevor ich sie in's Zimmer gestellt hab'.
Unten bekam ich noch eine Pizza und ein Bier und war fast schon wieder versöhnt.
Die Nacht war ganz angenehm bis auf die Spinne, die ich irgendwann am Bein entlang krabbeln fühlte. Hab' sie noch flüchten sehen, und leider nicht mehr erwischt. Sebastian, der übrigens dezent schnarcht, fand sie dann am nächsten Morgen.
Etappe 02: Marburg - Edersee, 27.07.2010
Am nächsten Morgen war der Sattel immer noch nicht wirklich trocken. Auch die Schuhe waren wie gesagt noch nass und so fuhr ich mit den "guten" Schuhen, die eigentlich für's abends weggehen gedacht waren. Nachdem mir am Vortag untenrum öfter mal alles eingeschlafen war, versuchte ich heute mal ohne "Windel" zu fahren.
Das Frühstück war ok und so startete ich nach einem kleinen technischen Service um etwa halb elf Richtung Edersee, zunächst noch bei gutem Wetter. das hielt sich nicht lange und so kam ich bereits kurz nach Marburg in den ersten Guss, den ich unter einer Brücke abwartete. Ich kam anschließend trocken bis zum nächsten Ort, wo es wieder anfing, hier rettete mich eine Bushaltestelle. den Rest des Weges kam ich relativ ungestört voran abgesehen von einigen kleineren Nieselabschnitten. Aber auch so war die Etappe eine Nervenprobe. Es ging durch die hessischen Berge eigentlich pausenlos rauf und runter, Höhenmeter, die ich mir gerade mühsam erarbeitet hatte, wurden sofort wieder vernichtet, das ganze zu einem guten Teil auf Waldwegen, die ich fast weigere, sie als solche zu bezeichnen, Matsch oder loser grobkörniger Schotter, bergauf saugt es dir die Kraft aus den Beinen, bergab hat man nichts vom Gefälle, weil viel mehr als Schrittgeschwindigkeit kaum zu beherrschen ist. Hier kamen leider die auf der Strasse so wunderbar laufenden Hurricanes an ihre Grenzen, die Seitenführung vorne ist nicht so gut und so rutscht einem in schneller angegangenen Kurven auf schlechtem Untergrund gerne mal das Vorderrad weg.
Für die allgegenwertigen Pferdebremsen und Stechmücken ist man als solcher Schleicher natürlich eine leichte Beute, dementsprechend hab' ich heute reichlich Blut gespendet, Rücken und Unterschenkel sind rot gesprenkelt.
Zu allem Überfluß hab' ich mich dreimal total in der Pampas verfranst, einmal mitten in dichtestem Wald, wo ich mindestens anderthalb Stunden auf der Suche nach dem richtigen Weg vergeudete. Da half auch das GPS nicht viel, außer mir anzuzeigen, daß ich mich immer weiter vom nächsten Wegpunkt entfernte, jedesmal, wenn ein Weg in die richtige Richtung wies, wich er irgendwann davon ab. Frustriert mache ich Pause und bin froh über die vortags verschmähten Toastbrote, die ich mir zuhause noch geschmiert hatte.
Irgendwann kam ich dann doch aus diesem Wald raus und mit etwas Hilfe des Navigon fand ich dann auch über Berge, Käffer, Felder und Wälder bis zum Edersee, da machte das Navi allerdings schlapp und ich musste den Rest des auch nicht mehr in der Beschreibung stehenden Weges nach Beschilderung fahren. Ein kurzer Kontrollanruf bei der nächsten Station bestätigte mir, daß ich nach Vöhl bergauf (und nicht nach Asel bergab) musste. (Mist!) Schließlich war es halb acht, bis ich da war und aus 65 geplanten waren 80 gefahrene km gekommen. Da bin ich ganz schön weit vom Weg abgekommen.
Die Privatpension in der ich übernachtete, erwies sich als verhältnismäßig luxuriös. Großes Bett, eigenes Bad und sogar Fernseher auf dem Zimmer. Nachdem ich mir den sehr pessimistischen Wetterbericht für den nächsten Tag reingezogen hatte ging's unter die Dusche, wo ich den verlust meines Duschgels bemerkte. In Marburg hat sich sicher jemand drüber gefreut, das war noch fast ganz voll. Der Flüssigseifenspender auf dem Waschbecken half für heute mal aus. Im gegenüberliegenden Gasthof bekam ich dann einen sehr guten Zander mit leider schwarzen Bratkartoffeln und Salat, dazu anderthalb Bier, die richtig reinhauten und zum Schluß zwei koffeinfreien Kaffee. (Man braucht schließlich seinen Schlaf.) Todmüde fiel ich nachher in's Bett.
Etappe 03: Edersee - Bad Driburg, 28.07.2010
Nach einer erholsamen Nacht und einem üppigen Frühstück bezahlte ich (war wirklich günstig) und es ging weiter. Diesmal ließ ich meine Wasserflasche stehen, andere Leute nehmen aus dem Urlaub Souvenirs mit, ich Dussel lasse den Leuten welche da.
An diesem Tag waren die Beine richtig schwer. Nach den Desastern des Vortages hab' ich diesmal ungewisse Waldwege gemieden und bin im Zweifelsfall lieber Bundes- oder Landstrasse gefahren. Wenn die 40-Tonner an einem vorbeirauschen, versucht man lieber nicht an die Gefahren zu denken, sondern erfreut sich am Rückenwindschub, den sie einem bringen. Vor mir lief eine Maus über die Strasse, in dem Moment überholt ein Auto und erwischt das Vieh so, daß es im hohen Bogen durch die Luft fliegt.
Alles in allem kam ich ein bißchen besser voran als am Vortag, was sowohl an den besseren Wegen als auch an den nicht mehr ganz so schlimmen Steigungen liegt, auch wenn es nach wie vor fast pausenlos rauf und runter ging. Ich war trotzdem so kaputt, daß ich bergab meist nur rollen ließ, was den schnitt drückte, aberdie Kraft für die Anstiege sparte, die in der Regel auf dem kleinsten Blatt bewältigt wurden. Die Verfahrer hielten sich in Grenzen, und die Wegbeschreibung war doch einigermaßen brauchbar, hinter Bad Arolsen konnte ich dann auch noch die Beschilderung in Anspruch nehmen, die sich größtenteils mit der Beschreibung deckte. Den Bundeslandswechsel erkannte ich dann recht auffällig an der Farbe der Radwegschilder (Hessen: grün, NRW: rot) In NRW ist die Beschilderung allerdings nicht ganz so gut wie in Hessen, bisweilen fehlen auch mal Schilder an Abzweigungen oder sind durch Gestrüpp geschickt versteckt, hier gibt's sicher noch Optimierungspotential. Trotzdem konnte ich den Schildern über Willebadessen bis nach Bad driburg folgen. Vom regen blieb ich bis auf zweimal Niesel in Willebadessen verschont. Beide Male mußte ein privater Carport als Unterstand herhalten. Danach wurde das Wetter besser, zeoitweise herrschte schönster Sonnenschein und ich kam relativ früh um kurz nach sechs in der DJH an, wo ich einer von fünf Gästen war. Diesmal klappte es mit dem Einzelzimmer, obendrauf gab's ein paar Probierpackungen Duschgel, was die Hygiene erstmal sicherstellte. Mein leeres Navigon nahm der Chef netterweise zum Laden mit nach Hause. Zum Abendessen bin ich runter in den Ort (Kurort, lauter Kaputte), eigentlich wollte ich Spagghetti, die waren aus und so begnügte ich mich mit einem Schnitzel, ein kurzer Anruf nach hause und ein kurzer Schnack mit ein paar anderen (Kur-)gästen ("Dabbisch, das klingt so hessisch"), dann hatte ich auch mein Essen.
Der Wetterbericht für heute ist mal nicht allzu schlecht, nach Angabe des Herbergsvaters steht mir noch eine Bergetappe bevor und ich habe so meine Zweifel, ob meine Beine das mitmachen. Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden, ich melde mich wieder.
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| Montag, 26. Juli 2010 10:15 | Permalink |
Gleich geht's los. Schauen wir mal, ob ich's schaffe! Werde mich hier melden, sobald ich wieder ein Internet zur Verfügung habe.
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| Sonntag, 25. Juli 2010 17:42 | Permalink |
Hier schnell noch ein paar Bilder von gestern abend:
Ansonsten bin ich schwer am Packen für die große Tour.
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| Donnerstag, 22. Juli 2010 20:54 | Permalink |
Mein Bob ist da:
Das behelfsmäßige Rücklicht hab' ich heute schnell dran gebaut. Sicher nicht das Ultimo, aber erstmal besser als nichts
Abgeholt hab' ihn schon gestern, läuft ganz wunderbar, auch wenn das Gespann manchmal zum Schütteln neigt, wenn man versucht, freihändig zu fahren. Ist denke ich aber auch vom Beladungszustand abhängig, weil man es auch nicht immer wirklich provozieren konnte. Na, egal, einfach nicht freihändig fahren.
War dann noch beim XL, wo das Gespann in den ersten Regen kam, abends waren wir alle bei Mirco aus dem Geburtstag rausfeiern.
Ansonsten ist mir dann noch meine Trelock LS 500 kaputtgegangen. Runter gefallen und Betteriekontakt abgebrochen. Toll. Also auch noch 'ne neue Lampe kaufen. Für den Nachhauseweg hat mir XL dann seine Sigma Mirage überlassen, 'ne tolle Lampe, vielleicht wird's die.
Danke an alle nochmal für die Lenkertasche, da hab' ich mich echt drüber gefreut.
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| Dienstag, 20. Juli 2010 19:14 | Permalink |
Habe heute endlich den Halter für mein Fahrradnavi bekommen, in einem Elektronikladen in Darmstadt. Da hab' ich fast eine Woche nach gesucht. Ich habe allerdings ein Platzproblem am Lenker... Navi, Lampe, Tacho, das krieg' ich niemals da unter, zumal ja die Tasche noch dran soll.
Gleich werde ich mich zu einem längst überfälligen Gespräch treffen, und dann werden wir hoffentlich noch in Mircos Geburtstag reinfeiern.
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| Freitag, 16. Juli 2010 14:43 | Permalink |
Hab's gerade geschafft, meinen neuen Drucker auf meinem Kubutu zu installieren!
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, Stück für Stück komme ich weiter!
Gestern war ich in Mainz um den Bob Yak probezufahren. Was soll ich sagen? Ich war begeistert. die haben mir gleich einen Wasserkasten hinter reingepackt und ich hab' mir den nächsten Berg gesucht. Ging erstaunlich gut, hab' den Hänger kaum bemerkt, und soger drei Radler ohne Hänger überholt. Zudem die erstaunten Blicke der Passanten - herrlich.
Hab' ihn mir gleich bestellt zusammen mit der wasserdichten Tasche, allerdings in der 26"-Version. 350 € sind kein Schnäppchen, ist der UVP-Preis, allerdings war das der einzige Laden, in dem man überhaupt mal einen Hänger probefahren konnte, und da darf man auch mal ein paar Euro mehr zahlen, denke ich. Montag oder Dienstag kann ich ihn abholen.
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| Mittwoch, 07. Juli 2010 23:45 | Permalink |
... oder doch eher ausgemüllert? Vor vier Jahren war es der Frings, diesmal haben sie uns den Müller weggenommen, und beide Male ist es müßig, zu spekulieren, ob man mit ihnen das Spiel vielleicht gewonnen hätte.
Aber das Spiel war hässlich... hässlich und unattraktiv, wenn die Spanier ja schön gewonnen hätten, aber so...
Geschaut hab' ich heute bei Karsten und Kerstin.
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| Freitag, 02. Juli 2010 23:34 | Permalink |
Wie sehr hätte ich es den Afrikanern gegönnt, aber da war mal wieder eine südamerikanische Hand Gottes im Spiel, die den nicht unverdienten Sieg der Ghanesen im letzten Moment verhinderte. Mit einer roten Karte das Halbfinale erkauft eigentlich kein schlechter Tausch, so rein kaufmännisch gesehen.
Hoffentlich haben die nächsten Südamerikaner morgen nicht soviel "Glück", und auch die Argentinier selbst sollten überlegen, ob sie auf das Finale noch so scharf sind, nachdem Maradonna angekündigt hat, im Falle des Titelgewinns nackt in Buenos Aires rumzulaufen. Also für mich wäre das eher ein Grund absichtlich zu verlieren.
Ich denke mal, mit Holland ist der erste Finalteilnehmer relativ sicher, es sei ihnen gegönnt, haben schließlich lange genug darauf gewartet, und für den Fall, daß es Deutschland doch nicht soweit schafft (und nur dann) dürfen sie auch gerne gewinnen. ;o)
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| Freitag, 02. Juli 2010 21:22 | Permalink |
Da haben sie nun endlich die Quittung bekommen für ihren Ergebnisfußball, die Brasilianer. Nicht daß ich da Schadenfreude hätte, aber ohne das Spiel wirklich gesehen zu haben, denke ich, daß die Holländer es aufgrund der bisherigen Spiele mehr verdient hatten. Mal sehen was das mit Ghana noch gibt, ich hoffe, die schaffen's, sieht ganz gut aus, gerade ist das 1:0 gefallen.
Mein AIM geht nicht mehr, schon vor ein paar Wochen wurde es immer wieder angekündigt, jetzt isses wohl soweit, man soll updaten. Das Problem ist nur, daß ich keinen Bock auf den aufgeblähten Trillian Astra hab', ich mag den 3.1, einfach schlicht und performant. ich hoffe einfach, daß Trillian irgendwann noch ein passendes PlugIn rausbringt, ansonsten können die mich von AOL mal, dann war's das halt mit AIM.
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| Donnerstag, 01. Juli 2010 02:54 | Permalink |
Am Dienstag das Erdbeben, letzte Nacht der Hubschrauber, Kelsterbach kommt nicht mehr zur Ruhe.
18-Jähriger löst nächtliche Suchaktion aus (Polizeipressemappe Südhessen)
Hoffentlich lässt man mich heute mal schlafen...
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| Dienstag, 29. Juni 2010 03:20 | Permalink |
Ja, es war ein Erdbeben, siehe hier:
Erdbebenseite Regierungspräsidium Freiburg
3,2 auf der Richter-Skala... nicht schlecht.
Jetzt geh' ich aber in's Bett! Und hoffe, daß der Planet Ruhe gibt.
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| Dienstag, 29. Juni 2010 02:45 | Permalink |
Hier hat's gerade eben gedonnert und die ganze Bude hat gewackelt... also entweder wir hatten da ein Minierdbeben oder irgendwo ist was in die Luft geflogen... sehr komische Sache und etwas unheimlich.
Aber eigentlich sollte ich ja längst im Bett sein.
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| Freitag, 25. Juni 2010 00:51 | Permalink |
Muß leider wieder mit einem Nachruf beginnen. Jörg Berger ist tot. Vor kurzem hab' ich ihn noch recht zuversichtlich im Fernsehen bei einem Interview gesehen, nun hat ihn der Krebs endgültig besiegt.
Jörg Berger war durchaus einer der Helden meiner Kindertage. Das liegt hauptsächlich daran, daß ich während seiner Trainerschaft Eintracht-Fan wurde. Es war die Saison 88/89, die nach der EM im eigenen Land, in der sie zum Ende hin fast abgestiegen wären. Berger rettete damals die Eintracht, führte sie in der kommenden Saison sogar auf Platz 3 und läutete damit die "gute Zeit" der Eintracht ein.
Am Mittwoch gab' mal wieder was neues zum Thema Atomkraft:
AKW-Betreiber wollen Atomsteuer stoppen (tagesschau.de)
Die Jungs von EnBW und co. sind schon der Knaller. Gegen die geplante Brennelementesteuer ziehen sie mit dem Argument in's Feld, daß diese gegen die noch mit Rot-Grün getroffene Vereinbarung über den Atomausstieg verstossen würde. Das muß man sich mal vorstellen: Die Atomlobby beruft sich nun auf eine Vereinbarung, die sie selbst durch das Hinwirken auf eine Laufzeitverlängerung einseitig zu brechen versucht. Na, da sollen sie mal ruhig versuchen, gegen zu klagen, die Chancen, daß Südkorea Weltmeister wird dürften höher liegen.
Was gab's sonst noch? Ich war heute abend seit langem mal wieder alleine im Proberaum. Hat richtig Spaß gemacht, mal wieder die Kacke aus den Trommeln zu prügeln.
Eigentlich müsste ich ja noch was zum Italien-Spiel loslassen, aber das hab' ich eh nicht live gesehen. Und eigentlich ist da auch jeder Kommentar überflüssig. Der amtierende Weltmeister und der Vize nach der Vorrunde raus, wann gab's da überhaupt mal? Naja, Arrividerci und au revoir oder so... :)
Das Deutschlandspiel hab' ich bei Sabine geschaut, anschließend waren drei von uns noch kurz auf Autokorso (wer weiß ob wir nochmal können), England wird eine mindestens so harte Nuss wie Ghana. Dürfte auf alle Fälle ein interessantes Spiel werden, denn beide Seiten sind garantiert hochmotiviert.
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| Dienstag, 22. Juni 2010 23:48 | Permalink |
Das war dann wohl nix, mit der heutigen Niederlage haben sich die französichen Fremdenlegionäre endgültig von der WM berabschiedet. Gut so, denn dieses Trauerspiel wollte man sich wirklich nicht mehr länger ansehen.
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1. Akt: Zoff in der Kabine
Galliens Stürmerstar und Enfant Terrible Anelka lässt sich in der Kabine über den Trainer aus, schlägt ihm neue Sexpraktiken vor und äußert Vermutungen über den beruflichen Werdegang der Mutter des Gescholtenen. Die Geschichte schafft es bis in die französische Presse und die Kacke dampft gewaltig.
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2. Akt: Streik
Anscheinend nicht mit dem Rauswurf einverstanden bläst die Mannschaft zum Protest und macht etwas, das die Franzosen ganz besonders gut können: Streiken. Aus Protest erschienen die Spieler einfach mal nicht zum Training und überreichten Domenech stattdessen eine Protestnote, die dieser dann der versammelten Presse vortrug.
Hätte nur noch gefehlt, daß man in bester französischer Tradition den Teambus auf der Autobahn quergestellt und angezündet hätte. Das wär' mal eine Gaudi gewesen.
Der französische Fitnesstrainer übte sich derweil im Stoppuhrweitwurf, der Teammanager desertierte stattdessen lieber gleich. Und in der Mannschaft wird inzwischen der "Verräter" gesucht, der der Presse die Vorkommnisse in der Kabine gesteckt hat.
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3. Akt: Der erhobene Zeigefinger aus Paris
Als wäre das noch nicht genug, schaltete sich jetzt auch noch die Politik ein. Man sprach von einer nationalen Schande und den Fußballern als Botschaftern Frankreichs im Ausland. na Prost Mahlzeit, darauf erstmal einen Pastis. Vielleicht sollte sich die Führung unserer Nachbarn mal lieber um die wirklichen Probleme im eigenen Land kümmern wie die ebenfalls nicht niedrige Arbeitslosigkeit, die Staatsverschuldung und die kriminellen Vorstädte. Die WM ist schließlich nur ein Sportereignis, und gewinnen kann eh immer nur einer.
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Naja, wünschen wir unseren Nachbarn politisch den richtigen Blick auf die Dinge und sportlich einen erfolgreichen Neustart unter dem neuen Trainer. In zwei Jahren sehen wir uns dann hoffentlich bei der EM wieder.
Generell sollte man nicht allzuviel Häme verteilen, schließlich sind wir morgen auch noch dran. Das Spiel gegen Ghana ist bei aller Zuversicht kein Selbstläufer.
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| Freitag, 18. Juni 2010 20:28 | Permalink |
Mist!
Wir haben ein Problem mit dem Balkan. Vor zwei Jahren war es Kroatien, heute Serbien, gegen die Balkanesen tun sich Jogis Jungs anscheinend besonders schwer. Gerächt haben dürfte sich auch der Hochjubeln der Nationalmannschaft nach dem durchaus vielversprechenden Spiel gegen Australien. Ist doch immer so: Die Jungs machen ein gutes Spiel und gleich schreit alles "Weltmeister", umso tiefer und schmerzhafter ist nachher der Fall nach einer so bitteren Niederlage, sowohl für die Spieler als auch für die Fans. Viele schienen auch vergessen zu haben, daß am deutschen Sieg auch die australische Schwäche nicht ganz unbeteiligt war, soviel Entgegenkommen war von Serbien von Anfang an nicht zu erwarten. Jogi hat berechtigterweise vor allzuviel Übermut gewarnt, man hätte wohl besser mehr auf ihn gehört.
Die zwei tragischen Helden waren sicher Klose und Podolski. Beiden kann man wohl kaum einen Vorwurf machen. Die erste Hälfte habe ich am Radio verfolgt, kann also nicht beurteilen, wie schlimm die Fouls wirklich waren, allerdings erschien mir das doch alles ziemlich hart. Überhaupt sitzen die Karten dieses Jahr unheimlich locker, ich habe das Gefühl, mit jeden großen Turnier wird das schlimmer. Heute gab's neunmal gelb und einmal rot, das ist schon ziemlich happig, ich hatte jdf. in der zweiten Halbzeit nicht das Gefühl, als wäre das Spiel besonders hart. Und ich weiß nicht, ob ich das positiv als "Fairnessinitiative" bewerten soll, oder mich ärgern soll, daß so unnötig Spiele "zerstört" werden. Deutschland war ja nicht die einzige Mannschaft, denen bei dieser WM eine rote Karte das Spiel versaut hat, siehe Südafrika.
Natürlich werden jetzt auch viele "Schiebung" schreien und Verschwörungstheorien konstruieren, aber hier sollte man wirklich vorsichtig sein. Auch die Amis haben heute leidvoll unter dem Schiedrichter gelitten, hier war die Sache ziemlich eindeutig, das dritte Tor hätte gegeben werden müssen, damit wurden die Amis vielleicht um das Achtelfinale betrogen. Wann kommt bei sowas endlich der Fernsehbeweis?
Ich schweife ab.
Die zweite Halbzeit hab' ich dann gesehen. Prinzipiell fand ich das deutsche Spiel gar nicht schlecht, vor allem angesichts der Unterzahlsituation. Echte Hoffnung kam dann kurz beim Handelfmeter auf, aber der Serbe musste den Ball ja unbedingt halten! Verdammt! Der Ausgleich wäre in meinen Augen nicht unverdient gewesen, die Leistung hat meiner meinung nach durchaus gestimmt, schlecht waren sie nicht, aber heute hatte man einfach die sprichwörtliche Brehmsche Scheiße am Fuß, sowas nutzt ein cleverer Gegner natürlich gnadenlos aus.
Hätte, würde, könnte, hilft daher jetzt alles nichts. Will man einigermaßen sicher in's Achtelfinale einziehen, heißt die Devise jetzt, gegen Ghana auf jeden Fall einen Sieg einzufahren, und das wird schwer genug, auch die Ghanaer sind nicht zu unterschätzen, haben sie doch die Serben geschlagen. Interessant wird der Ausgang des morgigen Spiels. Schafft Australien die Überraschung gegen Ghana, wäre der der Zähler wieder auf 0 gestellt. Andererseits wäre Ghana so gut wie weiter und die Aussies so gut wie raus. So oder so könnte für den Einzug in die K.O.-Runde das gute Torverhältnis aus dem Australienspiel nochmal ganz wichtig für Deutschland werden.
Bleibt dann nur noch zu hoffen, daß man dort dann nicht auf Slowenien trifft, angesichts der Balkanbilanz unserer Jungs in letzter Zeit hätte ich da ein sehr ungutes Gefühl.
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| Montag, 14. Juni 2010 21:47 | Permalink |
Was'n hier passiert? Da ist man draussen am Auto schrauben, kommt zurück und dann liegen die Italiener 1:0 zurück. Schade, das hätte ich gerne live gesehen.
Nachdem ich nun die zweite Akkuladung fast verfeuert habe, ist immerhin eine der Nieten raus:
Morgen geht's weiter! :)
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| Sonntag, 13. Juni 2010 23:08 | Permalink |
Ein Auftakt nach Maß. Und hier der spezielle Kommentar für Hajo:
Klose hat ein TOR geschossen! :p
So kann's weitergehen.
Habe heute versucht, das Traggelenk auszubohren. Nach zwei Nieten war der Akkuschrauber endgültig leer. naja, wurde glaub' ich auch nach dem Kauf genau einmal aufgeladen, das geht in Ordnung. Die Köpfe konnten dann seitlich mit vorsichtigen seitlichen Hammerschlägen und einem Schraubendreher leicht gelöst werden. Das Austreiben der Nieten hat noch nicht geklappt. Bin jetzt am Überlegen, ob ich nicht doch ganz durchbohren soll. Werd's morgen einfach mal probieren, denke ich.
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| Freitag, 11. Juni 2010 23:17 | Permalink |
Gehen Euch die Vuvuzelas genauso auf'n Sack wie mir? Das ist ja voll die Seuche mit den Scheiß Tröten. Man kriegt gar nicht mit, wann mal einer jubelt oder pfeift, weil alles von einem Lärmteppich überlagert wird, daß man meint, 300 Wespenschwärme würden das Stadion angreifen.
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| Mittwoch, 09. Juni 2010 22:53 | Permalink |
Jupp... jetzt ist der Empfang ganz weg... :)
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